Attila - Guilty Pleasure

Review

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Der erste Track von ATTILAs neustem Brett „Guilty Pleasure“ trägt den klangvollen Namen „Pizza, Sex and Trolls“ – noch Fragen? Aus dem Sumpf des Deathcores entstiegen, zelebrieren die Amerikaner mittlerweile Rapcore und zwar nicht mit einem sondern zwei ausgestreckten Mittelfinger, runtergelassenen Hosen und einer fetten Portion Humor.

„Hate Me“ ist dann genau für diejenigen, die über die prolligen Texte und die provozierenden Grooves so gar nicht lachen können. Mal ganz abgesehen von den ansprechenden Riffs und der absoluten Kontrolle über Dynamik und Hüpfattacken, haben ATTILA die dicksten….Gangshouts im Köcher. „You were born to suck my dick“ brüllt es in „Rebel“, damit muss man erstmal klarkommen, ebenso wie mit lyrischen Ergüssen wie „You can’t fuck with the best of best“, so tönt es im Brecher „Horsepig“. Ja, Bescheidenheit kommt wahnsinnig gut an bei der Frauenwelt, das haben ATTILA verinnerlicht.

Prägnante Stellen gibt es auf „Guilty Pleasure“ zuhauf, richtige Hits sucht man leider vergebens. Bei dem Drive, den ATTILA an den Tag legen, fällt dies aber eher weniger ins Gewicht. „I’ve Got Your Back“ unterstreicht, dass der Raum für Spaß nur bleibt, wenn man auch musikalisch eine gute Basis bietet. Der Song groovt tierisch, baut Stimmung auf und entlädt sich am Ende sehr gekonnt. ATTILA hauen uns die Bassdrops und den Groove auf die Ohren, dass es nur so in alle Richtungen spritzt. „Proving Grounds“ wütet im Schweinestall und zeigt sich gemächlicher, ja schon fast dezent, aber natürlich ohne an Wucht einzusparen. Elektronische Spielereien hätten die Amerikaner gerne noch mehr ausbauen können, „Break My Addiction“ hätte davon deutlich mehr vertragen können, während „Horsepig“ genau mit der richtigen Dosis glänzen kann und der Pit-Attacke genau im richtigen Moment den Vortritt lässt.

Obwohl der Knaller fehlt und die Masche von ATTILA simpel gestrickt ist, liegt hier doch eine klare Empfehlung vor. Mit „Guilty Pleasure“ reihen sich ATTILA zwar hinter den Newcomern RISE OF THE NORTHSTARs „Welcame“ und den Veteranen von BODY COUNT feat.ICE T. und ihrem Werk „Manslaughter“ ein, aber dann kommt lange nichts. Die Hürde, die LIMP BIZKIT damals mit „..If I say „Fuck“, two more times, That’s forty six „Fucks“ in this fucked up rhyme…“ gesetzt haben, übertreten ATTILA lässig.

29.11.2014

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4 Kommentare zu Attila - Guilty Pleasure

  1. Eugen sagt:

    So unterschiedlich können Geschmäcker sein. 🙂

    1/10
  2. Sven sagt:

    Absolut überragendes Album. Die Raps sind on point und grooven zusammen mit dem Rest so brutal, dass einem fast die Boxen um die Ohren fliegen. Die Lyrics sind zwar keiune Meisterleistung, aber das Album knallt von vorne bis hinten. Ein Meisterwerk des Rap/Deathcore.

    10/10
  3. GRiM sagt:

    Wenn Attila was kann dann ist das Musik zum moshen und headbangen. Einfallslosen Muschi-Pimmel-Texten zum Trotz geht Guilty Pleasure genug ab um es ohne Unterbrechung rauf und runter hören zu können. Kopf aus, Nacken ölen und gib ihm.

    8/10
    1. royale sagt:

      ähm, was! wie? wenn ich “ Einfallslosen Muschi-Pimmel“ eingeben, spuckt mir goooogle etwas anderes aus…und es ist besser als dass was du in den himmel lobst 🙂
      schon die neue disillusion gehört? (neee nicht den film(e) )

      1/10