Axis Powers - Marching Towards Destruction

Review

Dass man beim Thema Krieg heutzutage nicht mehr allzu viel Abwechslung erwarten darf, zeigen AXIS POWERS wirklich eindrucksvoll. Thematisch hat man das alles doch schon einmal irgendwo gehört, oder? Darüber kann sich jeder selbst seine Meinung bilden, der Band wird es höchstwahrscheinlich sowieso egal sein und solange die Musik ordentlich reinhaut, soll es mir auch gleich sein. Den Hintergedanken wird man jedoch die folgenden knapp 35 Minuten kaum wieder los…

Denn schon beim Einstieg in das Album wird man auch Bombenhagel und Granatenexplosionen begleitet, welche zu einem äußerst gelungenen Intro überleiten. Die Band schafft es den Empfindungen beim Gang durch eine zerstörten Stadt ein akustisches Gewand zu verleihen, welches dann doch irgendwie sowohl authentisch als auch ausdrucksstark rüberkommt. Im Hinblick auf das Intro als Ergebnis erscheint der Rest des Albums dann wie eine Art Rückblende, die die Zerstörung aufs Genaueste umschreibt und noch mal aufdröselt. Mit jedem einzelnen Song stürzt ein weiteres Gebäude in sich zusammen, mit jedem neuen Riff geht irgendwo ein Auto in Flammen auf.

Dass dabei nichts verschont wird, zeigt die kompromisslose Härte, mit der AXIS POWERS auch in ihrer Musik zu Werke gehen. Wie auch der Krieg es tut, den sie beschreiben, zeigen sie keine Schwäche, integrieren zu keinem Zeitpunkt irgendeine Art von Melodie in ihr Werk. Es kann vom Anfang bis zum Ende nur unaufhaltsam nach vorne gehen. Abwechslung und Innovation sind mindestens so gering, wie man sich auf der anderen Seite versucht hat einen oldschoollastigen Death-Metal-Sound aufzulegen. Beides gelingt ihnen ganz gut. Erstere bleiben außen vor, letzterer kommt rein! Der Seitenblick auf Bands wie ENTOMBED, GRAVE oder NIHILIST ist kaum zu kaschieren.

Fans derer könnten unter Umständen auch ihren Spaß an diesem Album haben. Die, die sich mal wieder nach längst vergessen geglaubten Death-Metal-Klängen sehnen, dürfen ebenfalls mal ein Ohr riskieren. Allen anderen dürften Sound und Kompositionen doch ein wenig zu monoton daher kommen. Kaum ein Lied verlässt die handelsübliche Grundstruktur und einen Drummer hätte es sowieso nicht gebraucht, so sehr geht das Schlagzeug im Kollektiv unter. Man kann es in Sachen alter Schule auch übertreiben…

Es fehlt einfach die zündende Idee oder das gewisse Etwas, welches den Hörer sofort in seinen Bann zieht. Damit kommen AXIS POWERS leider nicht über ein maximal durchschnittliches Album hinaus.

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22.05.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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