Bhayanak Maut - Man

Review

Indien ist nicht gerade als das Metal-Mekka schlechthin bekannt. Doch genau daher kommen BHAYANAK MAUT – genauer gesagt aus Mumbai. „Bhayanak Maut“ kommt aus dem Hindi und bedeutet frei übersetzt so viel wie „Schrecklicher Tod“. Eine gutes Banner, unter dem BHAYANAK MAUT stimmigen, brachialen und ausgefeilten Deathcore spielen, welcher zeitweilig in Melodic-Death-Gefilde abdriftet und Atmosphäre unter Zuhilfenahme von Samples schafft. Nach „Hell Is All People“ von 2004 und dem selbstbetitelten „Bhayanak Maut“ von 2009, legte die Band uns im Oktober letzen Jahres ihr Drittwerk „Man“ vor.

Ein ritueller Schamanengesang leitet den ersten Titel „I Am Man“ ein und nach etwas über einer Minute brechen BHAYANAK MAUT ein wahres Riff-Gewitter vom Zaun, welches kurz darauf in ein wuchtiges Stakkato-Riff übergeht und von den gelungenen Shouts und Growls der beiden Sänger Vinnay und Sunneith begleitet wird. Beide Sänger fügen sich gut und passend in den Sound der Band ein und wechseln sich mit Shouts, Screams und Growls ab – wobei die Shouts dominieren. Besonders in Songs wie „All Glory To The Beard“ geht der geshoutete Gesang sofort ins Ohr und BHAYANAK MAUT schaffen es spielend leicht, den Hörer in ihren Bann zu ziehen.

Doch nicht nur hochkarätigen Gesang bekommt man auf  „Man“ geboten, auch Instrumental wissen die Inder zu begeistern. In Songs wie „XOXOXO“ kann die Band nebst brachialen und treibenden Deathcore-Parts mit tollen Melodiebögen überzeugen. Im folgenden „For Science“ kommt diese melodische Death-Metal-Marke noch mehr zum Tragen, denn ab der Mitte des Songs bekommt man atmosphärisches Riffing in Kombination mit rauem Klargesang zu hören.

Man sieht: BHAYANAK MAUT sind eine Formation, die es versteht, guten Deathcore/Melodic Death Metal zu machen und in meinen Augen theoretisch einen Kandidaten für acht Punkte darstellt. Warum nur theoretisch? Erstens ist das Album mit seinen anderthalb Stunden Spielzeit viel zu lang. „Man“ ist eine Platte mit vielen tollen Songs, doch in meinen Augen ist Deathcore keine Musikrichtung, die solch eine lange Spielzeit hergibt ohne sich abzunutzen. Nach spätestens drei Vierteln des Albums hatte ich genug vom der Platte und ein Gefühl von „Langsam ist es gut…“ machte sich breit. Desweiteren haben BHAYANAK MAUT nichts, was sie prägnant von der Masse abheben und eine 8/10-Wertung rechtfertigen würde. Sicher: Die Band hat einen tollen Sound, das Album ist gut produziert und über große Strecken wissen die Inder zu überzeugen. Das können andere Bands aber auch.

So ist BHAYANAK MAUT mit „Man“ ein tolles und unterhaltsames Werk gelungen. In meinen Augen hat die Band den Zenit ihres Schaffens allerdings noch nicht erreicht und ich denke, dass BHAYANAK MAUT das Potential haben, sich mit künftigen Veröffentlichungen zu steigern.

07.06.2015

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