Black Witchery - Inferno Of Sacred Destruction

Review

Fünf Jahre war es, abgesehen von einer Live-Split und einer DVD, still um eine der Kult-Truppen aus den Vereinigten Staaten. Nun sind BLACK WITCHERY aber wieder gewappnet und bereit, der Zerstörung der Welt einen Soundtrack zu liefern.

„Inferno Of Sacred Destruction“ heißt der Hammer, der fluchs durchs Zimmer rumpelt und dabei eine ziemliche Verwüstung hinterlässt. Wenige Variationen an Gitarren und Tempo sorgen dafür, dass der Eindruck primitiver Wut in voller Natur entfaltet wird und eine gewisse Monotonie die Brutalität sogar noch steigert. Dabei kann man freilich streiten, ob das nun Lärm oder Underground ist, das darf jeder halten wie er mag. Klar ist aber auch, dass BLACK WITCHERY nicht umsonst einen Kult um sich errichtet haben, eine heftigere Vernichtungsmaschinerie wie sie angefangen mit „Desceration Of The Holy Kingdom“ über den Oberhammer „Upheaval Of Satanic Might“ bis hin zum heutigen „Inferno Of Sacred Destruction“ können nur wenige Bands bieten. In unnachahmliches Soundgewand gehüllt, hauen einem die Amis in stumpfer Manier immer wieder den Nagel in den Kopf, Rammen einem einen Balken in die Fresse und kloppen noch vergnügt in die Weichteile. Brutal, gnadenlos und eindringlich. Da erschaffen simple Methoden wie ein kontinuierlich dreschendes Schlagzeug, surrende Gitarren und wütendes, aber ebenso (im positiven Sinne, wenn man so will) eintöniges Geschrei, ein eindrucksvolles Bild der kompletten Zerstörung…

Und so fühlt man sich auch danach, überfahren und zermalmt und doch zufrieden. „Inferno Of Sacred Destruction“ ist nicht die Platte für einen gemütlichen Abend, auch nicht die Platte für Zwischendurch, sondern für Aggressionen, die raus wollen. Eine Scheibe, die so voll ist mit roher Gewalt und Zerstörungssehnsucht, dass es auf Dauer auch anstrengend wird. Ansonsten bleibt es das alte Spiel, wer Musik der Sorte BLASPHEMY, REVENGE, PROFANATICA mag, der wird sich diese Scheibe auch ohne Review zulegen, der Rest wird das übliche Geschrei von Stumpfsinn von sich geben. Jedem wie er mag.

31.10.2010

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