Bloodstained Coffin - Mind Reflection

Review

Aus dem schönen Erzgebirge, oder vielmehr den dunklen Wäldern selbigem, kommen BLOODSTAINED COFFIN zu uns, um uns das Fürchten zu lehren. Oder uns den Death Metal zu bringen, je nach Sichtweise versteht sich. Die Band ist bereits seit vierzehn Jahren in der heimischen Death Metal-Szene aktiv und hat es in dieser Zeit auf drei Veröffentlichungen gebracht. Die Dritte hört auf den Titel “Mind Reflection” und liegt nun zur Begutachtung vor.

BLOODSTAINED COFFIN haben sich einer Mischung aus dem Death Metal alter Schule und modernen Einflüssen verschrieben. Das Hauptaugenmerk liegt hier aber eindeutig auf der alten Schule. Zudem dürften die Jungs ziemlich vertraut mit der Musik von BOLT THROWER und DEATH zu “Leprosy”-Zeiten sein. Beide Referenzen tauchen im Sound der Band immer wieder auf, was dem Ganzen einen nicht zu leugnenden Old School-Charme verleiht. Dass die Verbeugung vor den alten Helden gelingt ohne altbacken zu klingen, liegt an dem modernen Element im Sound von BLOODSTAINED COFFIN. Die Melodieführung der Gitarren erinnert etwas an ältere IN FLAMES und dadurch schlagen die Jungs aus dem Erzgebirge die Brücke zur heutigen Zeit.

Die Gitarren können mit abwechslungsreichem Spiel überzeugen und die Rhythmusgruppe punktet durch groovige Beats. Das Grundtempo der Stücke ist eher langsam gehalten, wie es auch die britischen Vorbilder tun, so dass die Riffs zerstörend auf den Hörer einprasseln. Insgesamt haben BLOODSTAINED COFFIN sich auch bemüht Abwechslung in ihr Songwriting zu bringen, so dass neben den oben genannten Zutaten in “Conquered Land” beispielsweise auch Reminiszenzen an den traditionellen Heavy Metal zu finden sind, was der Band zusätzliche Pluspunkte einbringt.

Man hört den Songs die jahrelange Erfahrung der Bandmitglieder durchweg an. Deshalb wird auf “Mind Reflection” ein gewisses Niveau auch nie unterschritten. Auch wenn ich ein Fan Death Metal alter Schule bin, sollten sich BLOODSTAINED COFFIN beim nächsten Album doch etwas mehr um Eigenständigkeit bemühen. So bleibt eine Scheibe, die gutes Songmaterial enthält und auch die Produktion geht in Ordnung. Lediglich die Drums hätten ein wenig mehr Druck gut vertragen. Old School-Freunde sollten hier aber auf jeden Fall ein Ohr riskieren, die Mischung ist interessant.

29.04.2010

Der metal.de Serviervorschlag

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