Bombs Of Hades - Phantom Bell

Review

“Phantom Bell” ist das erste Lebenszeichen von BOMBS OF HADES seit vier Jahren. Die Crust-Deather um den umtriebigen Jonas Stålhammar (u. a. CRIPPLED BLACK PHOENIX, AT THE GATES, THE LURKING FEAR) wissen vor allem, als Live-Band zu überzeugen, während ihre Releases häufig kaum neue Dimensionen der Innovation erkunden. Allerdings ist Innovation auch nicht immer das Maß aller Dinge und BOMBS OF HADES eignen sich somit hervorragend für eine häusliche Isolationsparty, wenn einem während der Corona-Krise das Wochenendbier im Lieblings-Punkrockkeller fehlt.

“Phantom Bell” von BOMBS OF HADES ist kurzweiliges Entertainment

Mit MOTÖRHEAD-Grooves und einem richtig fetten Sound, der ganz ohne HM-2 auskommt, galoppiert sich der Titelsong straight auf den Punkt – eröffnet die EP und bestimmt jedes Konzert richtig gut, reitet aber zu oft auf dem Hauptriff herum.

“Bridge Of Sighs” schiebt sich hingegen mit einem lässigen Death-’n‘-Roll-Riff durch die Kanäle und überrascht mit einem originellen Solo-Part. Auf der B-Seite hält die EP noch zwei Coversongs bereit. Zuerst wird sich an “Kamikaze” der eigenwilligen FLOWER TRAVELLIN‘ BAND versucht, das interessant und mit eigenem Ansatz umgesetzt wurde. Allerdings wirken die Lyrics durch die Growls ein wenig skurril. Abschließend wird sich “Lungs” des US-Singer-Songwriters TOWNES VAN ZANDT gewidmet – grundsätzlich eine tolle Idee, doch leider ist es BOMBS OF HADES nicht gelungen, die schöne Melancholie des düsteren Country-Originals einzufangen, sodass ein eher stupid-monotoner Rocker entstanden ist.

Die Party muss weitergehen

Wenn man sich am Abend der Einsamkeitsfete fragt, auf welche Biermarke oder welches Album als Nächstes die Wahl fällt, ist “Phantom Bell” zunächst ein guter Einstieg. Allerdings bleibt es dabei, dass BOMBS OF HADES keinen Meilenstein geschrieben haben und alle anderen Bands von Stålhammar relevanter sind. Neben den genannten Kritikpunkten ist auch zu erwähnen, dass sein Gesang häufig kraftlos und monoton wirkt. Dementsprechend ist die Kürze der EP gleichzeitig ihr Vorteil, da man sich direkt auf die nächste Scheibe freuen kann. Gleichzeitig muss man dem hohen Partyfaktor und dem Mut bei der Auswahl der Coversongs Respekt zollen.

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26.04.2020

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