Brought By Pain - The Dreamer's Will

Review

Musiker nutzen oftmals mehrere Spielwiesen, wenn ihre Kreativität überschwenglich ist, sie schlichtweg andere musikalische Visionen ausleben wollen oder aber genug Stoff für mehrere Bands und Projekte haben. Auf Drummer Guyot Begin-Benoit und Gitarrist Kévin Chartré, die beide auch bei BEYOND CREATION ihr fantastisches Können zum Besten geben, trifft wohl von all dem etwas zu. Mit BROUGHT BY PAIN haben sie sich einer Band angeschlossen, die ähnlich wie BEYOND CREATION technisch erhaben zu Werke geht, in Sachen Speed jedoch einen kleinen Gang runter schaltet. Zwar gibt es auch Blastbeats und massenweise anderen Uptempo-Stoff, doch gehen BROUGHT BY PAIN deutlich zurückhaltender mit diesen Stilmitteln um und setzen eher auf wuchtige, filigrane sowie melodische Akzente.

Ihr erstes selbstproduziertes Album „The Dreamer’s Will“ ist ein verdammt guter Einstand und beweist einmal mehr, dass auf die Qualität kanadischer Death Metal Bands Verlass ist. Neun Mal zeigen uns BROUGHT BY PAIN auf ihrem Debüt ihr Verständnis von versiertem, spieltechnisch erhabenen Death Metal und es ist fast egal welche Songs man als Referenz des Albums heranzieht. Alle bewegen sich auf gleich hohem Level und sind nahezu frei von jeglicher Kritik; zumindest was den spieltechnischen Aspekt angeht. Der Gesang pendelt zwischen tiefen Growls und geilem Gekreische. Manchmal erinnert mich dieser etwas sehr an BEYOND CREATION, und das, obwohl es an der Mikroposition keine Gemeinsamkeiten gibt.

Die Produktion ist sehr gut gelungen für eine Band, die alles selbst in die Hand genommen und finanziert hat. Der Klang ist nicht klinisch oder zu plastisch und man hat sogar das angenehme Gefühl von latenter Unvollkommenheit. Beispielsweise die Becken und Snare klingen relativ natürlich und wenig verarztet. Dies ist meiner Ansicht nach eindeutig als Sympathiebonus anzurechnen in Zeiten der rücksichtslosen Vertechnisierung. BROUGHT BY PAIN klingen lebendig und vielseitig, ihre Musik ist eine Mischung aus Anspruch, satten Parts und einer großen Menge an Melodie. Für ein Debüt ist „The Dreamer’s Will“ bereits ein (wenn auch kleines) Highlight des Tech Deaths. Sehr angenehm finde ich übrigens, dass die Jungs gerne auch mal saftig Gas geben und sich nicht ausschließlich im Midtempo aufhalten, was häufig bei Tech-Death-Bands der Fall ist. Liebhabern gekonnter Klänge sei diese Band sehr ans Herz gelegt.

28.02.2012

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