Burzum - Hlidskjalf

Review

Ah, ein neues Werk unseres Eintonkünstlers Burzum, produziert wie immer in den inspirierenden Hallen des örtlichen Gefängnisses… Zugegeben, mit Balders Dod ist mein Interesse an dieser „Band“ sehr tief in den Keller gesunken, bot diese CD doch nur uninteressantes Keyboard-Geklimper auf Intro-Niveau, ausgebreitet auf CD-Länge. Es ist deswegen schon sehr amüsant zu lesen, daß ich laut Promo-Info mit Burzum eine Black Metal Legende vor mir zu liegen habe… ­čÖé Was bietet also das neue Album mit dem interessanten Titel Hlidskjalf ? Zuerst hätten wir da ein durchaus nettes Keyboard Instrumental, überlegt mit einigen noch erträglichen synthetischen Fiepsern. Song 2 ist verdächtig vom Soundtrack des Warkraft-Spieles inspiriert und geht dann über in einen entspannenden Ambient-ähnlichen Song, welcher ein wenig an die langsamen Tracks von Fear Factorys Remanufacture erinnert. Song 3 kommt wieder kühler daher, mit schepperndem Soundgewandt. Aber ich will hier nicht jeden Song einzeln durchgehen und es sei nur soviel gesagt, daß einzig das selten auftretende hohe Geklimper oder Gefiepse die Wirkung der synthetischen Musik stört.

Insgesamt kommt diese CD erheblich homogener rüber als z.B. Balders Dod. Die einzelnen Songs sind in sich zwar ausgesprochen gleichförmig, unterscheiden sich untereinander aber doch in erstaunlich vielen Elementen. Die Monotonie ist es dann auch, die dieses Album interessant macht. Nervte Balders Dod durch den immer gleichen Wechsel von Keyboard zu Klavier zu Keyboard, so baut Hlidskjalf eine bedrückende, depressive und umschließende Atmosphäre auf. Insgesamt bin ich positiv überrascht von diesem Album und es kann sich problemlos einreihen in den Stapel mit alten Anathema, Tiamat und Theatre of Tragedy, den ich zum Entspannen, Einschlafen, Nachdenken oder Träumen hervorkrame.

Als Anspieltips seien die Songs 2 „Der Tod Wuotans“ und 3 „Ansuzgardaraiwo“ (sp? :)) genannt. Absolut *nicht* anhören sollte man sich Song 5 „Das einsame Trauern um Frijo“, Song 7 „Frijos goldene Tränen“ und Song 8 „Der weinende Hadnur“, deren vorschulhaftes Geklimper einfach unerträglich sind.

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01.05.1999

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6 Kommentare zu Burzum - Hlidskjalf

  1. Lord Tiruvor sagt:

    Ok, Infos gibts nicht mehr bei burzum.com Black Metal ist Burzum laut Varg auch nicht mehr… Ich glaube nicht, daß der Neonazi irgendwie an die Warcraft Mucke rangekommen ist und davon abgekupfert hat… Naja, zum besinnungslosen Weghören eignet sich das DIng allemal

    3/10
  2. NocturnoCulto sagt:

    OK .. die CD ist Primitiv. Aber 0/10 verdient die sicher nicht. Die neuen Burzum CDs (Hlidskjalf, Daudi Baldrs) sind genau gleich wie die vorherigen CDs, nur dass sie ohne Gitarre und gesang gespielt sind. Sie bringen genau das selbe "feeling" über. Gute musik muss nicht komplex sein, sie muss die genial anhören, man muss nicht denken "was der spielt kann ich auch" bei solcher musik geht es eher um das schreiben, nicht um das spielen. Musik spielen kann jeder, musik schreiben ist die echte kunst !! Wem die erste Mortiis (Fodt til a herske) gefällt dem wird die Hlidskjalf auch gefallen. Lied 2 ist sehr empfehlenswert zum anhören (erst nach einer weile wirds gut).

    5/10
  3. Frigg sagt:

    Dieses Album ist zusammen mit der Filosofem eindeutig die beste Scheibe vom Count! Wuotans Tod ist der absolute Hammersong und die anderen sind auch geil. Mehr kann ich dazu nicht sagen

    10/10
  4. Reinmariua sagt:

    Schade das er so ein verückter Idiot ist, dem Black Metal zu jüdische Musik ist. Sonst hätte er vielleicht wirklich geniale Albem machen können. 5 Punkte ist fair

    5/10
  5. Anonymous sagt:

    Ich glaub sowas nennt man true!?!?! Ich nenn’s Dreck! Das ist doch echt nicht mehr feierlich! Da bekommt man Läuse in den Dickdarm!

  6. pyroclasm sagt:

    finde ich sogar ein wenig besser als daudi baldrs…. sehr gute scheibe! ich empfele sie wirklich vom herzen. und hört auf vargs musik mit seiner ideologie zu vergleichen… die ideologie von ihm ist arm und und seine musik ist vollkommen großartig!

    9/10