Cannabis Corpse - Beneath Grow Light Thou Shalt Rise

Review

Corpsegrinder Fisher steht an der holzvertäfelten Bar des Probekellers und nippt an einem Proteindrink. Ein Lächeln huscht über sein Gesicht. Hinter ihm steht Paul Mazurkiewicz und setzt ihm eine Ladung Handkantenschläge in den massigen Nacken. Schweißperlen stehen auf der Stirn des dunkelhaarigen Drummers, aber mittlerweile klappt das ganz gut. Seit anderthalb Monaten gibt es nun jeden Tag dieses Konditionstraining, etwas, was Paul eigentlich hasst. Aber es war nun einmal notwendig geworden.

Damals war Alex Webster mit dieser CANNABIS CORPSE-CD im Proberaum aufgetaucht: „Beneath Grow Lights Thou Shalt Rise“. Corpsegrinder Fisher wollte das schon mit einem röchelnden Lachen quittieren, aber der Bassist raunte nur:
„Die sind gut, wirklich gut.“
In seiner Stimme lag eine Spur zu viel Anerkennung. Corpsegrinder Fisher riss ihm die Hülle mit der CD aus der Hand und erwiderte:
„Red keinen verdammten Unsinn, Goldlöckchen! Das einzige, was bei diesen verdammten Kifferkaspern gut ist, sind die verdammten Titel! Hier zum Beispiel: ‚Chapel Of Bowls‘. Und ‚Gateways To Inhalation‘ ist auch ganz lustig.“
Einer der beiden Gitarristen giggelte.
„Oder ‚Immortal Pipes'“, fuhr der Frontmann unbeirrt fort,„‚Where The Kind Lives‘, haha, machen die jetzt verdammt nochmal einen auf MORBID ANGEL?“
„Mann, du hörst mir nicht zu!“ Alex Webster hatte mittlerweile rote Flecken im Gesicht. „Kifferkasper hin oder her, die sind mittlerweile richtig gut an ihren Instrumenten und haben richtig gute Songs. Die klingen fast besser als wir. Die hängen offensichtlich nicht mehr nur den ganzen lieben Tag in ihrem Gewächshaus ab und hören den Marihuanapflanzen beim Wachsen zu. Die scheinen die Zeit gut zu nutzen und im Proberaum zu verbringen!“
Corpsegrinder Fisher zischte ihn an:
„Dann müssen wir eben noch besser werden!“

Paul Mazurkiewicz ächzt und lässt sich erschöpft in die Ledergarnitur fallen. Seine Hände schmerzen. Aus der hinteren Ecke des Proberaums hört man stakkatoartiges Klackern. Dort sitzen die beiden Gitarristen und hämmern konzentriert auf Computertastaturen ein. Seitdem der kantige Sänger sie dazu verdonnert hat, sich um die Texte und die Korrespondenz zu kümmern, hat ihr Zusammenspiel eine chirurgische Präzision angenommen. Selbst Alex Webster, der sonst um Ausreden nicht verlegen ist, hat sich dem Machtwort gebeugt. Fingerfertigkeit durch Handarbeit. Stolz zupft er an einem Häkeldeckchen, das vor ihm auf dem Tisch liegt.

Corpsegrinder Fisher setzt seinen Proteindrink ab und nickt zufrieden.

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27.10.2013

- Dreaming in Red -

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