Cavernous Gate - Voices From A Fathomless Realm

Review

Soundcheck Oktober 2022# 5

Bei CAVERNOUS GATE handelt es sich um das Neben- und Einmannprojekt von HELRUNAR-Drummer Sebastian Körkemeier. 2019 gab es bereits eine Split mit den personaltechnisch verwandten SUN OF THE SLEEPLESS, mit „Voices From A Fathromless Realm“ folgt nun das Debütalbum. Bei unserem Oktober-Soundcheck mischt dieses schon mal recht weit oben mit und hat es auf Platz 5 geschafft. Mit über einer Stunde Laufzeit ist das Album recht lang geworden, was im Doom allerdings nicht weiter überrascht. Genau genommen handelt es sich allerdings um Death-Doom, wobei ein eindeutiger Hang zur langsameren und düstereren Seite der Medaille besteht.

CAVERNOUS GATE lassen sich Zeit

Nach einem entspannten, knapp dreieinhalbminütigen Intro, das auch als solches gekennzeichnet ist und daher nicht mit einem ‚richtigen‘ Stück zu verwechseln ist, folgt mit „Old Graves Stir“ direkt der ausladendste Track des Albums. Dieser startet old-schoolig mit doomigen Gitarren, nimmt dann aber etwas an Geschwindigkeit zu. Auffällig sind hier und in einigen anderen Stücken sehr plötzliche Tempowechsel, über die man als Hörer:in definitiv stolpern wird. Diese sind jedoch selten. Gesanglich wechseln sich tiefe Growls und mehrstimmiger Klargesang ab und gehen hier und da auch Hand in Hand. Während sich die Growls tief und angenehm zeigen, überzeugt der Klargesang weniger, denn dieser kommt recht schwach auf der Brust daher.

„Voices From A Fathomless Realm“ lässt sich vielleicht zu viel Zeit

Bereits bei der Split kritisierte der rezensierende Kollege eine große Menge an Füllmaterial, und daran hat sich auf dem nun vorliegenden Album nichts geändert. Die überlangen Stücke mäandern ausladend durch Klanglandschaften, die ab einem gewissen Punkt einfach nichts mehr zur Atmosphäre beitragen. Ein Track, der jedoch gut funktioniert, ist der Opener „Old Graves Stir“. Insgesamt vermögen aber auch die interessanteren Passagen, die es durchaus gibt, auf Dauer nicht, zu verhindern, dass die Aufmerksamkeit sich allmählich verabschiedet. Jenen, die auf genau so etwas stehen, dürfte CAVERNOUS GATE trotzdem sehr zusagen. Auch das gute Abschneiden im Soundcheck spricht für die Band. Abnutzungsgefahr besteht allerdings trotzdem.

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11.10.2022

headbanging herbivore with a camera

Der metal.de Serviervorschlag

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23 Kommentare zu Cavernous Gate - Voices From A Fathomless Realm

  1. nili68 sagt:

    Eine der Bands, wo die ruhigen Passagen Sinn machen und enorm zur Atmosphäre beitragen und ziemlich gelungen dargeboten werden. Wenn man allerdings unter ADHD leidet, sollte man besser zur neuen LORNA SHORE greifen. Die Kritik am Klargesang (ohne jetzt zu sagen, dass der Sänger „outstanding“ ist) ist ebenfalls völlig aus der Luft gegriffen. Hat die Band euch was getan?
    Mir gefällt’s super. Das soll natürlich nicht als Maßstab gelten, aber 6 Punkte, bei dem Müll, der hier sonst teilweise so abgefeiert wird, sind für mich (natürlich höchst subjektiv) schwer nachzuvollziehen. Tja, is‘ manchmal so und bei derartiger Meinungsdiskrepanz tut man das dann kund.
    Von dem, was ich kenne 9 Punkte.

  2. Kazanian sagt:

    Hallo Community und auch Hallo an die Rezensentin,

    ich kann mich da Nili nur anschließen. Ich habe das Album bereits über einen Pressezugang in Gänze hören können und kann die Wertung aber auch das meiner Meinung nach inhaltsarme Review nicht nachvollziehen.
    Wirklich toller Death Doom der sehr abwechslungsreich daherkommt und auch seine Nähe zu den letzten Helrunar Alben nicht ganz verleugnet. Die Produktion von Markus Stock ist auch wieder absolut gelungen. So stelle ich mir eine moderne Metalproduktion vor. Sehr kraftvoll und klar, aber nicht klinisch und steril, und mit einem Schuss Dreck noch drin.

    Mich würde persönlich einfach einmal interessieren wie in diesem Fall der Reviewprozess von metal.de ablief. Auf außen wirkt es auf mich wie als wäre zum Einen die Rezensentin nicht so stark bewandert in diesem Genre und zum Anderen das sich nicht wirklich in der Tiefe mit dem Album beschäftigt wurde und stattdessen nur mal drübergehört wurde. Ist aber nur mein Eindruck. Vielleicht mag uns Angela da mal erhellen. Wäre spannend, da ich sowas leider immer wieder bei Musikrezensionen beobachte.

    Abschließend noch was zu den 6 Punkte Reviews hier auf metal.de – ich habe festgestellt das da häufig absolute Perlen dabei sind wo ich die Wertung für Freunde des Genres in keinster Weise nachvollziehen kann. Vor Jahren wurde mal die „The Collapse of all that has been“ von Weird Fate so abgestraft und ich konnte mir nur an den Kopf greifen. Schade, wenn das gerade kleine Bands sind denen man das Herzblut anhört und die einen Push verdienen könnten.

    Lange Rede kurzer Sinn – gebt der Cavernous Gate Scheibe mal ne Chance. Das ist wirklich ein gutes Album!
    Cheers

    9/10
  3. ultra.silvam sagt:

    Generell ist doch bei metal.de zu bemerken, dass Personen Alben rezensieren die nicht viel mit dem dargebotenen Genre anfangen können, und dementsprechend fällt die Bewertung dann eben ein paar Punkte niedriger aus. Ist halt eine subjektive Meinung. Hilfreich ist das für Leser eher kaum. Wo ich aber auch sagen muss, metal.de ist schon etwas besser geworden. Wenn ich da an alte Verrisse von klassischen Black Metal Scheiben denke…

  4. metal-maniac sagt:

    Wirklich Nili? Ein Seitenhieb auf Lorna Shore unter einem davon völlig unabhängigen Review? Und dann auch noch mit einer Beleidigung gegen Leute mit ADHD? So wenig Niveau hätte ich nicht mal Dir zugetraut. Obwohl eigentlich schon…

  5. ClutchNixon sagt:

    Grundsätzlich hast du als Rezensentin wenig, bis gar keinen Einfluss auf die Bemusterung (erst recht nicht, wenn als Hobby geschrieben wird). Auch sollte es nicht der Anspruch eines freien Online Magazins sein, alles und jeden stets zufriedenzustellen. Reviews bleiben stets subjektiv und müssen es auch sein. Im Zweifelsfall legt die enttäuschte Leserin eben ein bis drei Punkte darauf. Ihr gefällt der Klargesang nicht? Lebt damit.

  6. nili68 sagt:

    ..und dein Geschreibsel erfüllt jetzt welchen Zweck, der mit dem Album auch gar nichts zu tun hat? Hast du den Eindruck, dass das irgendwas bei mir bewirkt? lol

  7. nili68 sagt:

    War natürlich für m-m

  8. nili68 sagt:

    Wenn man an die Öffentlichkeit geht, kann es eine Resonanz geben, Hobby hin oder her. Vor allem, wenn man das auch kommentieren kann. Natürlich lebt man damit. Es wird wohl kaum jemand Selbstmord begehen, weil er mit einem Review nicht einverstanden ist, Mr. White Knight. 😀

  9. Kazanian sagt:

    @ClutchNixon

    Ich kann das aus eigener Erfahrung über einen längeren Zeitraum für ein Online Magazin geschrieben zu haben NICHT bestätigen. Ich hatte immer Einfluss darauf was ich bespreche und habe auch durchaus mal Alben weggelegt und an Andere abgegeben wo ich gemerkt habe das ich wohl nicht so die Ahnung von habe oder wo es in einen Veriss gemündet wäre.

    Natürlich geht es hier nicht darum jeden Leser zufrieden zu stellen, aber wie ich in meinem obigen Kommentar bemerkte wirkt es auf mich halt zum Einen wie als hätte die Rezensentin nicht soviel mit dem Genre zu tun und Zum Anderen wie als hätte sie sich nicht gerade detailiert mit der Platte beschäftigt.
    Deswegen wäre es halt interessant mal nen Einblick zu bekommen wie das hier auf der Seite abläuft. Transparenz kann denk ich nie schaden.

  10. Kazanian sagt:

    @Nili

    Sehe ich auch so. Wenn ich etwas veröffentliche kommt natürlich auch Resonanz und genau dafür ist ja diese Kommentarspalte auch gut.

  11. ClutchNixon sagt:

    @kaza: ja, dass man sich bei metal glory, powermetal.de, allschools und wie die ganzen Mini Fanzines heißen den Scheiß dann und wann aussuchen kann stimmt sicherlich, ist an dieser Stelle aber nicht sachdienlich. Fakt ist, dass auch zur Hochzeit der großen Printmedien Genre fremde Personen Rezensionen schrieben und schreiben, um einen Durchschnittswert ermitteln zu können.

  12. metal-maniac sagt:

    Wirklich metal.de? ClutchNixon und ich werden zensiert aber Nilis Beleidigungen bleiben hier einfach so stehen? Schön dass ihr den Clown auch noch mit solchen Aktionen bestätigt. Ganz arm. Hätte nicht gedacht, dass das wirklich die Leserschaft ist, die ihr haben wollt aber gut zu wissen. Ein Leser weniger.

  13. Angela sagt:

    Liebe alle,

    zum Thema persönlicher Umgang hat unser Moderationsteam vorbeigeschaut, wie euch vielleicht aufgefallen ist. Zusätzlich lasse ich das allgemeine „bitte seid lieb zueinander“ da.

    Zum Thema Reviewprozess, Bewertung und Albenverteilung kann ich euch Teil 3 unseres Podcasts ans Herz legen. Hier wird eigentlich alles gesagt, was in Bezug auf eure Fragen dazu relevant ist: https://www.metal.de/news/der-metal-de-podcast-folge-3-inside-metal-de-417486/

    Wenn euch das Album gefällt, ist das natürlich wie immer super. Genau dafür haben wir schließlich die Userbewertungen.

  14. nili68 sagt:

    >„bitte seid lieb zueinander“<

    Vielleicht sollte das mal jemand Putin sagen. Hilft bestimmt. Aber klar, was soll man auch sonst sagen? "Mensch" kann halt nicht aus seiner Haut. Im Notfall muss man halt von höherer Instanz intervenieren, wenn Appelle (erwartbar) auf taube Ohren stossen. Ich für meinen Teil werde in Zukunft einfach meinen Ignorier-Skill ausbauen. Ist ja nicht so, dass die Meinung eines Users hier irgendeinen Einfluss auf mein reales Leben hat..

  15. azl sagt:

    „Aber aber wir sind die Guten (o_O)“

    lul

  16. doktor von pain sagt:

    Das ist ja wieder ein Kindergarten hier…

  17. nili68 sagt:

    Das hat hier gefehlt: Die Stimme der Vernunft! Noch ’n paar Lebensweisheiten? 😉

  18. doktor von pain sagt:

    Vernunft? Ich bin eigentlich eher amüsiert.

  19. nili68 sagt:

    Dann war’s ja für was gut. Amusement und Entertainment.. darum geht’s im Leben!

  20. grift sagt:

    Amüsiert den halben forumsbereich und merkt es nicht mal 😂

  21. Kazanian sagt:

    Danke Angela für den Link. Hör ich mir an!
    Eine spezifische und persönliche Antwort auf diese Platte bzw. dieses Review wäre noch schöner gewesen. Schönes Wochenende!

  22. Hans Völkel sagt:

    So liebe Leute,

    noch mal zum Thema Umgangston. Wir freuen uns über rege Diskussionen und wir möchten eigentlich so wenig wie möglich in den Kommentarbereich eingreifen. Persönliche Beleidigungen werden wir aber nicht dulden, egal von wem diese kommen und gegen wen sie gerichtet sind. Und ja, es kann auch mal etwas länger dauern, bis wir auf einen derartigen Kommentar reagieren.

    Wir bitten daher noch einmal darum, auch im Eifer der Diskussion eure Kinderstube nicht zu vergessen, für alles andere könnt ihr gerne Kontaktdaten austauschen.

  23. Finq09 sagt:

    Für mich liest sich das auch wie ein Review, das nach maximal 3-maligem Hören der Platte zwischen Tür und Angel geschrieben wurde.
    Ich will nicht behaupten, dass ich beim Hören der Platte mein Sabbern und die Gänsehaut nicht unter Kontrolle bringen kann, aber ich kann hier nur wiederholen, was schon vor mir geschrieben wurde; so wie hier oft mit >8pkt Wertungen herumgeworfen wird, ist 6/10 einfach zu wenig.

    8/10