Channel Zero - Kill All Kings

Review

Eine ganz schön bewegte Karriere haben CHANNEL ZERO da bisher hinter sich gebracht. Die Belgier gründeten 1990 die Band und veröffentlichten innerhalb von fünf Jahren vier Alben voll knackig groovigen Thrash Metals. Im Laufe der Zeit wurden CHANNEL ZERO zur größten Band der Benelux-Staaten, tourten Weltweit und spielten auf den maßgeblichen Festivals in Europa, und warfen dennoch 1997 das Handtuch, es folgte noch ein Live-Album.

Eine Facebook-Gruppe machte sich 2008 für die Wiedervereinigung der Band stark, und tatsächlich kamen die Gründungsmitglieder Franky de Smet van Damme (Gesang), Tino de Martini (Bass) und Phil Baheux (Schlagzeug) mit Neu-Gitarrist Mikey Doling (ex-SOULFLY und SNOT) wieder zusammen. Sechs hintereinander gespielte, ausverkaufte Reunionskonzerte im Ancienne Belgique in Brüssel vor 12.000 Fans zeigten, wie groß der Status von CHANNEL ZERO noch immer war, wie auch die Headlinerposition beim Graspop Festival zeigte. 2011 folgte das Reunionsalbum „Feed ‚Em With A Brick“, welches den Stil der letzten beiden Alben vor dem Split weiter fortführte. Am 10. August 2013 erschütterte die Meldung über den plötzlichen Tod von Drummer Phil aufgrund einer Hirnblutung. Nichtsdestotrotz machten CHANNEL ZERO weiter und nahmen das aktuelle Studioalbum „Kill All Kings“ zusammen mit Studioschlagzeuger mit Roy Mayorga (STONE SOUR, SOULFLY) auf.

„Kill All Kings“ führt wie sein Vorgänger „Feed ‚Em With A Brick“ den eingeschlagenen Weg fort. Noch immer kann man den Bay Area orientierten, kompakten Thrash Metal der Anfangstage von CHANNEL ZERO heraushören, insbesondere wenn das Gaspedal durchgedrückt wird. Aber die Entwicklung geht nun einmal weiter, die Belgier klingen heutzutage moderner, melodischer und rockiger denn je, ohne die eigenen Roots zu vergessen. Sie grooven, sie rocken, und das in eine Spannweite von ruhig melancholisch wie in „Brothers Keeper“ über rohe SLAYER-Abrissbirnen wie das zwischen Hardcore und Thrash pendelnde „Duisternis“ bis hin zu modernem Metal(core) a la „Heart Stop“ oder dem bissigen „Digital Warfare“. Eingängig minimalistische, präzise Riffs, mitreißende Melodien, viel Groove, kraftvolles Schlagzeugspiel, und der bärenstarke, ehrliche und variable Gesang mit hymnischen Refrains, wobei Franky auch mal in seinem eigenen Dialekt singt wie in „Duisternis“, und das Ganze mit intensiver Atmosphäre garniert. Keine Frage, CHANNEL ZERO waren immer am Puls der Zeit, warum sollte sich das heute ändern? Dazu passend der transparente und druckvolle Sound, der erfreulicherweise auch genügend Raum für Dynamik lässt.

„Kill All Kings“ präsentiert die sich nicht unterkriegen lassenden CHANNEL ZERO mal wieder in Topform in ihrem typischen Groove-Sound. Stark!

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05.06.2014

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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