Cherokee - Blood & Gold

Review

Galt die Bewegung des Retrorocks lange Zeit als Nische, die nur wenige Bands bedienten (zum Beispiel SPIRITUAL BEGGARS seit den 90er Jahren), ist sie mittlerweile eine Bewegung, die auch größere Charterfolge erzielt (BLUES PILLS, KADAVAR). Kein Wunder, dass jährlich mehr und mehr KünstlerInnen in dieser Bewegung Fuß fassen wollen. Die aus der Domstadt Köln kommenden CHEROKEE versuchen sich mit ihrem Debütalbum „Blood & Gold“ an einem Großangriff.

CHEROKEE – Mehr ist nicht genug

Während andere Bands sich mit eher klein geratenen Alben von acht bis zehn Songs aufhalten, überfallen uns CHEROKEE  auf „Blood & Gold“ mit 15 Stücken und über 70 Minuten Spielzeit. Das muss man auf einem Erstlingswerk erstmal schaffen. Mit dem Opener „Bill Pullman“ zeigen die Musiker eindrucksvoll, was für eine technische Finesse sie besitzen. Allen voran gilt das für Sängerin Laura Vesprini, deren Stimme frischen Wind in das Genre bringt. Über die vielen Songs hinweg präsentieren sie sich angenehm vielfältig, mal rockiger, mal bluesig-verspielt. Für Abwechslung ist gesorgt.

Es ist nicht alles Gold, was klingt

Dennoch: So gut die Kompositionen auch ausfallen und so talentiert die Musiker sind, fehlt es an dem gewissen Spirit. Dadurch wird „Blood & Gold“ zu einem netten Album, das man im Hintergrund laufen lassen kann und das hier und da kleinere Höhepunkte erschafft („Just One Summer Long“, „Ride By Night“, „Song For RG“). Aber einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen die 15 Songs nicht.

Bei der schieren Masse an Musik setzt irgendwann eine gewisse Beliebigkeit ein. Zudem erzeugen einige Stücke zu geringe Spannungsbögen, um wirklich Interesse zu erzeugen („Il Grande Silenzio“, „Sigourney“, „The Nightingale And The Red Rose“). Es wäre besser gewesen, CHEROKEE hätten sich auf die Highlights konzentriert und dafür weniger Songs auf das Album gepackt. So wird „Blood & Gold“ zu einem trockenen Wüstenabenteuer, durch das man sich kämpfen muss. Es zeigt aber, dass CHEROKEE durchaus das Zeug dazu haben, in Zukunft noch richtig große Musik zu erschaffen.

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05.12.2021

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