Chthonian - The Preachings Of Hate Are Lord

Review

Folgendes Gespräch wurde kürzlich bei einem finnischen Psychiater aufgezeichnet:

“Seit wann haben Sie ein Aggressionsproblem, Herr.. ?“
“CHTHONIAN ist mein Name. Naja, seit etwa fünf Jahren. Damals habe ich noch im Keller für mich allein getobt. Aber schon ein paar Jahre später habe ich die Aggressionen in die Öffentlichkeit getragen. Und jetzt war es wieder so weit. Ich kann da einfach nix dagegen tun!“
“Hm… Haben Sie denn keine Ventile für ihre Aggressionen?“
“Doch, ich hüpfe manchmal trollisch durch die Gegend, aber irgendwie reicht das nicht! Die Axt im Wald ist eben manchmal nicht so befriedigend wie die Axt im Rücken vom Rest der Welt!“
“Ich verstehe… Wie äußern sich Ihre Anfälle denn so?“
“Das fängt sehr plötzlich an! Von einem Moment auf den anderen schlage ich plötzlich um mich, so schnell und so brutal es geht. Das kühlt sich meistens danach ein wenig ab, kann aber wieder kommen. Jeder Anfall dauert ungefähr eine halbe Stunde, danach bin ich erstmal beruhigt.“
“Wogegen haben Sie dann Aggressionen?
“Ich habe da ein ganz besonderes Ziel: Menschen, Kirche und Religion. Das macht ja sonst niemand!“
“Da sind Sie aber nicht der Erste!“
“Was, nicht? Mist… Ich glaube, es geht schon wieder los!“

So könnte man etwa CHTONIANs neues Album beschreiben. Denn neben einem relativ seltsamen Titel gibt’s keinerlei Besonderheiten. Ein wenig BOLT THROWER hier, ein paar Tropfen SATYRICON da, keine richtigen Pausen, abrupt beginnende Hochgeschwindigkeitssongs… Ein wenig Gift steckt schon dahinter, dieses wird aber nicht so effektiv-tödlich verteilt wie bei genannten SATYRICON. Die Riffs machen schon Laune, das steht ausser Frage, der Gesang und die Drums sind jedoch viel zu unspektakulär, um CHTHONIAN zu größerer Berühmtheit zu verhelfen. Nach einer halben Stunde ist das Werk vollbracht, der Hörer nickt anerkennend, bekommt aber Lust auf die Bands, die hier Pate standen. Kleine Randnotiz: Sänger Mathias Lillmans aka Vreth singt immer noch bei FINNTROLL.

05.03.2010

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