Coathanger Abortion - Observations Of Humanity

Review

Es bedarf nun wahrlich keines Musenkusses, um die Gangart von COATHANGER ABORTION schon aus dem bloßen Bandnamen herauszulesen. Die US-Amerikaner passen wie die Faust aufs Auge zum üblichen Angebot von Comatose Music und sind somit prädestiniert für denjenigen Plattenschrank, der eh schon zu 95% aus Brutal Death und Grindcore besteht. Auftritt „Observations Of Humanity“,…

…mit dem COATHANGER ABORTION eine recht detailgetreue Reminiszenz an die Genre-Größen der 90er Jahre gepaart mit dem ekstatischen Austicken des (Gore-)Grind abliefern. Das sechs Jahre in der Mache befindliche zweite Albums des Quintetts sucht sein Heil nicht im permanenten Geschwindigkeitsrausch oder der bloßen Zurschaustellung möglichst abgedrehter Technik-Mätzchen, obwohl die erforderlichen Fingerfertigkeiten zweifellos gegeben sind. „Observations Of Humanity“ setzt auf eine ziemlich ausgewogene Mischung aus (zer)hackendem Riffing, vertrackte Rhythmen mit progressiven Lead-Figuren, eifrig Blasts und irrwitzige Fills tackernden Drums, einem guttural fluchenden Sänger und immer gern genutzten und aber nicht immer unbedingt appetitlichen Sprach-Samples. So weit, so gut, so br00tal wie Br00tal Death nun mal ist.

Der größte Fauxpas unterläuft COATHANGER ABORTION nicht einmal mit der wenig polierten Produktion, die in Low-Fi-Sphären rauschend gar stimmig zum Gesamtbild beiträgt. „Observations Of Humanity“ ist mit satten 55 Minuten schlicht zu lang für ein Genre, in dem kurze aber auf den Punkt geschriebene Songs die größte Trefferquote erzielen. Einschlägig zeigt sich hier etwa „Wading Through Existence“, das zum Ende hin geschlagene zweieinhalb Minuten auf ein und demselben, mit Verlaub, strunzlangweiligen Riff herumkaut – dabei ist der Song an sich schon acht Minuten lang. Statt aus ihrem durchaus tiefen Ideen-Pool die vielversprechendsten herauszupicken, walzen COATHANGER ABORTION jeglichen Einfall aus und auf Dauer die Spannungsbögen flach. Old-School in allen Ehren aber „Observations Of Humanity“ braucht wirklich nur, wer den Plattenschrank zu 95% mit Brutal Death und Grindcore füllt.

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26.05.2015

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