Cretin - Freakery

Review

Es ist fast schon eine Frechheit, wie sehr CRETIN nach den alten Grindcore-Helden REPULSION klingen, ähnelt sich doch vom Gesang über die Gitarren bis hin zu den Drums und überhaupt dem gesamten Sound so gut wie alles. Der einzige Grund, warum CRETIN damit trotzdem landen können ist die Tatsache, dass sie ihre Sache einfach wirklich perfekt machen.

CRETIN unterscheiden sich eigentlich nur in minimalen Kleinigkeiten von REPULSION, nämlich durch den etwas wuchtigeren und leicht differenzierteren Sound, der sich natürlich durch die mittlerweile viel modernere Studiotechnik selbst erklärt, obwohl selbst bei diesem ganz eindeutig die Grindcore-Pioniere, bzw. deren Album „Horrified“ Pate standen. So viel Ehrfurcht ist äußerst bemerkenswert.

Wie ihre Vorbilder geben CRETIN geben dem Hörer nie die Chance zum Luft holen, auf „Freakery“ wird komplett von vorne bis hinten durchgesemmelt, bis die Saiten ausfransen und die Kessel bersten. Das Schlagzeug rappelt im ICE-Tempo, die Gitarren spielen das Kettensägen-Massaker, der Bass bratzt und wummert und der Sänger röchelt sich um Kehle und Stimmbänder. Der Typ gurgelte sicher vor den Aufnahmen mindestens zwei Liter Salzsäure um sein Organ in Wallungen zu bringen, anders kann ich mir das ansonsten nicht erklären, wie man so klingen kann. Aber genau so muss das sein. Das ist Grindcore!

Auch wenn die Ähnlichkeiten zu REPULSION wie erwähnt schon nahezu eine Ungeheuerlichkeit darstellen, erreichen CRETIN trotzdem genau das, was sie wollten, nämlich den gezielten Schuss zwischen die Augen. „Freakery“ ist ein wahnsinnig gutes und vor allem reines Grindcore-Album geworden.

Einen Klopfer auf die Finger gibt es dann logischerweise auch lediglich für eben die Tatsache, dass CRETIN eine lupenreine REPULSION-Kopie sind und nur wenig Eigenständiges in ihre Musik einfließen lassen. Ansonsten ist „Freakery“ ein gnadenlos geiles Grind-Geschoss geworden, vor dem sich viele Knüppel-Bands fürchten dürfen und müssen.

01.08.2008

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