Days In Grief - Behind The Curtain Of A Modern Tomorrow

Review

Gerade mal ein Jahr ist es her, als die Kölner Jungspunde und Senkrechtstarter DAYS IN GRIEF ihr Debüt „Portrait Of Beauty“ rausgehauen haben, in sämtlichen, alternativen DJ-Charts landeten und mit ihrem selbst produzierten Video auf den bekannten Formaten rotierten. Jetzt steht bereits der Zweitling „Behind The Curtain Of A Modern Tomorrow“ in den Startlöchern. Dabei jedoch von einem kompositorischen Schnellschuß zu sprechen, der nur gemacht wurde, um den Erfolg des Erstlings auszunutzen und nicht abebben zu lassen, wäre vermessen.
Das Quartett sortiert sich sich erneut zwischen Metal, Hardcore, Punk und viel Emo ein und glänzt trotz seines jungen Alters mit fast schon erschreckend versiertem und abwechslungsreichem Songwriting. Mal regiert locker-flockiger Punkrock-Vibe („Kill The Music“), dann bricht eine Metalcore-lastige Brachialgitarrenwand aus den Boxen („Economic Tyranny“), nur um den Hörer im nächsten Moment mit einer astreinen Schweden-Melodie („Intellect Is Blind“ oder „The Grace Of Dying Memories“) zu überraschen. Versucht man, Bands als Vergleiche heranzuziehen, sollte man DAYS IN GRIEF irgendwo zwischen REFUSED und BILLY TALENT ansiedeln, was vor allem an Sänger Jörg Ahrens liegt, dessen Stimme alle Facetten von Wut und Verzweiflung über nicht resignieren wollende Kraft bis hin zu Zerbrechlichkeit und Einfühlsamkeit vereint. Ja, er ist es, der diese Platte zu etwas ganz Besonderem macht. Ich muss ehrlich zugeben, dass mich sein sehr emo-lastiges Organ anfangs eher abgeschreckt als begeistert hat. Mit der Zeit und immer mehr Durchläufen fräst sich sein in jeder Stimmungslage markantes Timbre jedoch langsam, aber stetig immer weiter vorwärts in Richtung Gehirnsinneszentrale, wo die Melodien, wenn sie einmal angekommen sind, ewig verharren („The Lights Go Out The Curtain Falls“). Nicht zu vergessen die kritischen Texte und der von Siggi Bemm in den Woodhouse Studios maßgeschneiderte Sound.
Absolute Top-Platte mit extremer Wachstumsrate!

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26.07.2005

Der metal.de Serviervorschlag

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