Deathplagued - Beyond

Review

Der Name DEATHPLAGUED geistert schon seit einiger Zeit durch den österreichischen Underground, weshalb es wohl auch zahlreiche Fans geben dürfte, die sehnsüchtig auf das erste Album dieser Band gewartet haben. Mit „Beyond“ offeriert uns die vor zwei Jahren ins Leben gerufene Formation nun auch Stoff für das heimische Wohnzimmer und dieser kann sich wahrlich hören lassen.

Nicht nur, dass die Jungs recht emsig am Songschreiben gewesen sind, das gute Stück als kommt obendrein als dreiteiliges Konzept daher, nicht übel für ein Debüt. Geradezu logisch also, dass wir es hierbei keineswegs mit „Greenhorns“ zu tun haben, sondern mit alten Hasen. Hauptkomponist, Texter, Sänger und Gitarrist Harry Berger und sein klampfender Kollege Emanuel Pichler waren zuvor lange Jahre mit ZEROFOUR unterwegs und konnten sich auch außerhalb der Landesgrenzen einen guten Namen erspielen. Mit AITVARAS-Drummer Eugen Klammsteiner und RELINQUISHED-Basser Patrick Kösslbacher haben sich die beiden kompetente Mitstreiter gesucht, um so die „East-Tyrolean-Allstars“ (oder eben DEATHPLAGUED) zu gründen.

Das Konzept dieser Scheibe, die übrigens von den LOST DREAMS-Kollegen Maierhofer / Sopracolle mit einem satten Sound ausgestattet wurde, handelt im Prinzip vom Leben an sich und wird vom ersten Kapitel (offenbar gleichlautend wie der Opener „Beyond Pain“ betitelt) das die ersten vier Songs umfasst, eröffnet. Schon hier wird offensichtlich, dass der musikalische Mix der Jungs durch die Bank brachial aus den Boxen kommt, aber dennoch über ausreichend Melodik verfügt.

Man zeigt sich überwiegend von der alten Thrash-Schule (Abteilung: SLAYER) beeinflusst, zeigt aber auch, dass man einige Semester zum Auslandsstudium in Göteborg verbringen durfte, ehe man kurz vor der Abschlussprüfung nochmals in die Staaten pendelte, um sich von der NWOADM inspirieren zu lassen.

Der zweite Teil („Beyond Life“ – erneut Titel für das Kapitel und den ersten der folgenden Songs) beinhaltet abermals vier Tracks, wobei sich dabei aber durchwegs ein eher düsterer Unterton vernehmen lässt, die Grundhärte aber keineswegs abhanden gekommen ist.

Mit „Cenobite Inlunacy“ schaffen die Burschen eine geradezu perfekte Einleitung für den Abschluss in Form von „Beyond Death“ (letztes Kapitel und auch Abschlusstrack), einer siebenminütigen, atmosphärisch eingeleiteten, in Folge aber dennoch brettharten Nummer, mit der DEATHPLAGUED beweisen, dass sie trotz ihrer erst recht kurzen Existenz schon jetzt mit zu den Zugpferden im österreichischen Melodic Death / Thrash Metal zu zählen sind.
Den Namen DEATHPLAGUED wird man sich merken müssen!

20.04.2010

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