Decaying - Shells Will Fall

Review

Vor etwas weniger als zehn Jahren sind DECAYING mit ihren ersten Veröffentlichungen über Hellthrasher Productions einer größeren Öffentlichkeit bekannt geworden. Die Finnen schickten sich an, mit ihrem Mid-Tempo-Death-Metal in die Fußstapfen der Großen des Genres zu treten. Sie mussten sich nur noch aussuchen, ob sie zuerst wegen der Texte mit BOLT THROWER oder wegen der Ähnlichkeiten der Stimmen mit ASPHYX verglichen werden wollten. Doch irgendwie ging es nicht wie geplant voran.

DECAYING auf den Spuren von BOLT THROWER und ASPHYX?

DECAYING haben sich in den letzten Jahren darauf konzentriert, Alben zu veröffentlichen und weniger zu touren. Fünf Alben in den letzten neun Jahren stehen zu Buche, während es bei den Konzerten meistens bei weniger als fünf pro Jahr blieb. Bei der Band aus Helsinki steht unter anderem deswegen der Zähler auch nur bei circa 2200 Facebook-Fans, während DESERTED FEAR, die im gleichen Jahr ihr Debüt veröffentlicht haben, bei etwas mehr als 16.000 sind.

Also bewerten wir DECAYING mal danach, was sie abliefern und das ist das aktuelle Album „Shells Will Fall“. Im Vergleich zu den vorangegangen Werken beschränken sich die vier Jungs dieses Mal auf Mid-Tempo-Stücke und liefern nur einen Song über sechs Minuten ab. Das war zu Beginn der Karriere anders, da steckte die Band noch im Death Doom und hatte Songs mit zehn Minuten Spieldauer dabei. Old School Death Metal mit wenigen, kurzen Ausrutscher in doomigen Gefilde gibt es nun. Aber noch immer prägt die Stimme von Gitarrist und Frontmann Matias Nastolin das Geschehen. Zeitweise ist er, wie schon oben erwähnt, nahe an Martin van Drunen, zeitweise growlt er.

Mit „Shells Will Fall“ gelingt der Schritt nach vorne eher nicht

Doch irgendwas fehlt „Shells Will Fall“. Sind es die doomigen Parts, die DECAYING aus der großen Masse der Old School Death Metal Bands herausstechen ließen? Fehlt es nach so vielen Veröffentlichungen in den letzten Jahren an Frische? Sollte die Band mehr live spielen, um zu erfahren, welche Songs den nötigen Biss haben und beim Pubikum funktionieren? Diesen Fragen müssen sich DECAYING stellen, denn mit „Shells Will Fall“ haben sie zwar kein schlechtes Album abgeliefert, aber Stagnation ist vorhanden. Wer die Finnen mal antesten möchte, sollte das mit „The Last Days Of War“ von 2013 machen.

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07.07.2020

Schuld ist man immer nur selbst, alles andere ist Feigheit.

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1 Kommentar zu Decaying - Shells Will Fall

  1. humanjor sagt:

    Hi, also ich habe schon lange kein so aussageloses Review gelesen. Ich finde man kann an solch einen Artikel den Anspruch stellen das der Schreibende darlegt warum er die Platte so oder so bewertet. Klar das ist subjektiv und definitiv auch nicht so einfach, sollte aber als Ziel durchaus in betracht gezogen werden. Ich lese aber leider hier nur:
    – Facebookvergleiche
    – Die sich verändernde Länge der Songs
    – Last but not least, das der Platte etwas fehlt mit einigen Anhaltspunkten, warum etwas fehlen könnte.
    Ich finde man hätte sich hier mehr anstrengen können.
    Ich selbst sehe die Platte auch schwieriger zu konsumieren als „to cross the line“, vornehmlich weil ihr an vielen Stellen das Tempo fehlt und mir die Songaufbauten etwas zu verkopfft und orientierungslos erscheinen. Grade wenn man sich Lieder wie „into the straits“ und dessen Rund letzte Minute anhört. Da fehlt dann der Punch und das Ziel um das Ganze über die Ziellinie zu bringen. Es fehlen auch die Hits wie to cross the line, from shield to storm oder a crucial factor. Jedoch finde ich bei allem das Niveau trotzdessen sehr hoch. Die Gesangsarbeit ist klasse, auch wenn die parallelen eindeutig sind, ist jedoch flexibel und passt enorm zum Sound. Die Gitarrenfraktion ist auch in ihren Einzelteilen überzeugend, jedoch nicht als Gesamtkonzept. Trotzdessen höre ich die Platte gerne.

    7/10