Decomposed Cranium - Death Roulette

Review

Die Österreicher von DECOMPOSED CRANIUM sind das perfekte Beispiel dafür, dass sich Willenskraft, Durchhaltevermögen, Idealismus und die Liebe zum Metal doch irgendwann auszahlen kann. Vergleicht man nämlich ihre aktuelle, mittlerweile sechste Eigenproduktion mit den Vorgängerwerken, hat sich einiges getan bei unseren sympathischen Landesnachbarn.

Zwar hat sich an der Grundausrichtung zwischen Grind, Death Metal und Thrash-Einflüssen nicht viel geändert, aber der Vierer versteht es mehr als sechs Jahre nach seiner Bandgründung endlich, Songs zu schreiben, die einem – der stilistischen Mischung gemäß – die Rübe ohne Rücksicht auf Verluste abschrauben. Innovation sucht man dabei natürlich immer noch vergebens, was aber auch nicht die Absicht der Jungs ist. Stattdessen ballern sie sich auf „Death Roulette“ durch ein Feuerwerk an Geknüppel, abrissbirnenhaftem Groove und Riffkanonaden, die ordentlich Spaß in den Backen haben und vom ersten Ton an den Nacken auf Betriebstemperatur bringen.

Zugute gekommen sind DECOMPOSED CRANIUM dabei mit Sicherheit ihre Liveaktivitäten, haben sich die Mannen um Frontgrunzkreischer Daniel Polsinger doch schon immer mehr als Live- denn als Studioband gesehen. Demnach dürfte es nicht nur sie freuen, dass sie in Form von „Slivovica Overkill“ (jawollja!), „Your Beautiful World“ oder „Old Songs Are Sung Again“, das übrigens kein geringerer als Johan Lindstrand (ex-THE CROWN, jetzt ONE MAN ARMY & THE UNDEAD QUARTET) mit einem Gastauftritt veredelt, endlich richtige Kracher in ihrem Liveset begrüßen dürfen, die auch ohne ein paar Bier im Schädel richtig ballern. Geprostet werden sollte bei der von nun an erhöhten Bangerrate in den ersten Reihen aber nur noch mit Vorsicht.

Abzug gibt es lediglich für den etwas rumpeligen Sound, der den Songs leider einen Teil ihrer rohen Wucht nimmt. Ansonsten ist „Death Roulette“ aber jedem Undergroundknüppelmaniac und allen darüber hinaus bedenkenlos ans Herz zu legen. Eine Band wie DECOMPOSED CRANIUM, die seit Jahren an sich arbeitet und stets mit 100% ehrlichem Herzblut bei der Sache ist, hat es definitiv verdient.

02.01.2007

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