Desecrate - XIII, The Death

Review

Manche Bands sind offenbar etwas langsamer als andere. Natürlich gibt es immer verschiedene Gründe, warum es so lange dauert, bis ein neues Album erscheint, besonders Fans von DEF LEPPARD können ja ein Lied davon singen, obwohl diese in einer ganz anderen musikalischen Ecke rocken, aber 13 Jahre ist schon eine saftige Spanne. Unter dem, tja, man muss schon fast sagen alltäglichen Namen DESECRATE, denn die Metal Archives geben sage und schreibe 12 weitere Bands mit eben selbigem Namen an, sind diese Italiener seit 1995 (!) unterwegs. Früher, auf ihrem ersten Album „Moonshiny Tales – The Torment And The Rapture“ (1999) spielten sie noch eher traditionellen Death Metal, waren aber weit weg davon, in irgend einer Form Aufsehen damit zu erregen. Heute addieren sie zu ihrem Sound eine wesentliche melodische Note, die sie auch gerne und oft mit Keyboards wiedergeben.

Als der Auftakt zum zweiten Album „XIII – The Death“ ertönt, dachte ich für wenige Sekunden erst, dass wir es hier mit einem BOLT-THROWER-Klon zu tun haben, denn die Gitarren klingen, wie ein neuer Bolzenwerfer-Song. Zum Glück ist dem nicht so, denn der folgende schnelle Part, der übrigens einer der ganz wenigen schnellen Anteile des Albums ist, begradiert diesen Eindruck wieder. Leider macht diese Tatsache den Rest auch nicht unbedingt besser. Ich möchte an dieser Stelle mal nicht von vorne anfangen, sondern mitten rein grätschen: Dieses Keyboard-Klaviergeklimper im Hintergrund der meisten Stücke ist einfach nur fürchterlich nervig. Es klingt fremd und unpassend. Mir jedenfalls geht das ziemlich auf die Zwiebel und in jedem Song gibt es irgendwas ähnliches aus dem Tasteninstrument, das einfach gar nicht passt. Selbst, wenn man die liedtötenden Keys geistig abstellt, bleiben langweiliges Gitarrengeschrabbel im Midtempo, 08/15-Drumming und ebenso eintöniges 08/15-Gegrunze. Die verwendeten Melodien sind bis auf wenige Ausnahmen eher schwach bis mittelmäßig und laden kaum zum mitschunkeln ein.

Allein die Produktion ist relativ gut gelungen, ist aber auch ein Paradebeispiel dafür, dass ein guter Sound eben noch lange keine tolle Musik macht. Wie dem auch sei, Geschmäcker sind immer verschieden, aber dass, was DESECRATE auf „XIII, The Death“ fabrizieren, ist insgesamt schwach, weil musikalisch auf weite Strecken sehr langweilig und völlig nichtssagend.

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27.05.2012

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