Die Happy - No Guts No Glory

Review

Wie liebe ich so genannte Snipped-CDs! Gerade wenn die Songs in Höchstform sind, werden sie unpassend ausgeblendet. Rezensenten sind angenervt von dieser sinnlosen Masche, mit der Plattenfirmen ihre auch überall bei diversen Filesharern erhältlichen Alben sichern wollen. Leute! Entweder man kauft das Album oder man lässt es, aber den vielen Rezensenten die Möglichkeit zu nehmen, sich ein offenes Urteil zu bilden, ist doch nur traurig. Lasst doch bitte den überflüssigen Quatsch!

Nun aber zum fünften Longplayer „No Nuts No Glory“ der deutschen Alternativcombo DIE HAPPY. Die charismatische Sängerin ist zurück mit zehn neuen Songs die allesamt etwas härter ausgefallen sind als auf den Vorgängeralben. Wohl gefällts, denn damit haben Marta und ihre Mannen wieder erheblich an Drive zurück gewonnen. Alte Fans werden durch mehr Feuer unterm Hintern belohnt. Gleich der Opener zieht so richtig durch und bietet ein kleines Stell Dich ein auf die weiteren neun Songs, die alle sehr gelungen sind. Auch wenn die Songs in den besten Stellen ausgefadet werden, man kann erkennen, dass die Kreativphase der Band noch lange nicht vorbei ist. Man strotzt vor Energie und zeigt dies auch. Jedoch auch die Balladen können sich hören lassen. Vor allem mit „Whatever“ ist ein richtiger Ohrwurm entstanden, den man sehr schnell aufnehmen wird.

„No Nuts No Glory“ ist sehr authentisch und zeigt, dass die Band ihren Stil gefunden hat. Auch wenn es diesmal wieder härter als zu Anfangstagen zur Sache geht, eines haben die fünf Alben gemeinsam: Sie versprühen ihre Spielfreude sozusagen stetig und eignen sich gerade deshalb sehr für die Kellerparty nebenan. Dabei wirken DIE HAPPY noch lange nicht so billig wie die ganzen amerikanischen Collegerocker. Zu verdanken haben sie dies vor allem ihrem großen Gespür für Melodien, die einem auch nach mehreren Durchgängen nicht auf die Nerven gehen.

DIE HAPPY machen einfach alles richtig. Würde ihr neues Album dem gleichen Trend folgen wie ihr letztes Werk, so wäre viel von der Attraktivität der Band verloren gegangen. Indem dass die Band aber wieder zu ihrer härteren Wurzel zurückgekehrt ist, bleibt sie weiterhin interessant für ihre alten, sowie auch neuen Fans. Schade eigentlich nur, dass ich die verstümmelten Songs hier vorliegen habe, weshalb ich auch keine finale Punktebewertung geben kann.

06.11.2006

Der metal.de Serviervorschlag

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