Distillator / Space Chaser - Split Album

Review

Galerie mit 10 Bildern: Space Chaser - Skate Metal Fest 2016Galerie mit 15 Bildern: Distillator - Graveland Festival 2017

Nur wenige Underground-Thrash-Bands haben in den letzten Jahre solch einen kometenhaften Aufstieg erlebt wie die Berliner SPACE CHASER und die Holländer von DISTILLATOR. Da ergibt es durchaus Sinn, dass sich beide Bands jetzt für ein „Split Album“ zusammengetan haben. Zu hören gibt es jeweils vier neue Songs plus Intro.

DISTILLATOR legen vor

Eröffnen dürfen DISTILLATOR das halbstündige Massaker. Nach der „Overture“ massakriert das Trio mit „Perceiving Presence“ bereits alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Auch das vorab bereits veröffentlichte „Swarm Intelligence“ schlägt in die von der Band bekannte Kerbe irgendwo zwischen alten DESTRUCTION und VEKTOR. Insbesondere die hohen Schreie von Sänger Laurens erinnern unweigerlich an Schmier. Bei „Gates Of Autonomy“ nehmen DISTILLATOR zumindest zeitweise den Fuß vom Gas, um Platz für eine finstere Atmosphäre machen. Ansonsten heißt der Mannen aus den Niederlanden: Vollgas! Die Energie ist dabei durchaus beeindruckend, ein wenig mehr Abwechslung hätte aber sicherlich nicht geschadet.

SPACE CHASER garnieren das „Split Album“ mit ihren Stärken

Was technischen Thrash angeht, macht SPACE CHASER so schnell keiner was vor. Insbesondere in deutschen Landen regiert die Band weitestgehend unangefochten. Das bewies zuletzt die zweite Studioplatte „Dead Sun Rising„. Im Vergleich dazu hat die Band in Sachen Brutalität noch mal eine ganze Schippe drauf gelegt. Davon konnten Fans sich im Vorfeld schon mit „Virus“ überzeugen. Besagter Song macht nach einem stampfenden Intro den Anfang beim SPACE CHASER-Anteil des „Split Album“. Nach dieser Gewaltdarbietung folgt mit „Waves“ ein Midtempo-Stampfer. Bei dem sticht Frontmann Siggi wieder einmal mit seinem stets an Bruce Dickinson erinnernden Gesang hervor. Allerdings hat er dafür weiter an seinen Stimmbändern gearbeitet. Seine Screams tönen weitaus aggressiver als auf den vorherigen SPACE CHASER-Platten. Musikalisch gibt’s bei den Berlinern wie immer nix zu meckern.

Dank etwas variablerem Songwriting und ihrem überragenden Sänger gehen SPACE CHASER beim direkten Vergleich knapp als erste über die Zielgerade. Trotzdem haben auch DISTILLATOR verdammt starkes Songmaterial zum „Split Album“ beigetragen. Thrasher kommen an dem Teil nicht vorbei!

18.05.2018

"Irgendeiner wartet immer."

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 30184 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Kommentare