Divided In Spheres - Illusion Ends (EP)

Review

Erst kurz vor der Veröffentlichung vorliegender EP benannte sich diese Formation in DIVIDED IN SPHERES um, nicht zuletzt deshalb, weil man der Meinung war, mit der eingeschlagenen Richtung nicht mehr dem zuvor verwendeten Banner METAL WRATH zu entsprechen.

Ein schlauer Entschluss, zumal man beim früheren Bandnamen wohl nicht zu Unrecht sofort an AMON AMARTH denkt, mit deren Stil der Fünfer aus Düren mittlerweile nur noch sehr wenig gemeinsam hat. Keine Ahnung, wie sich das Material der Band in der „Frühzeit“ ihrer Karriere angehört hat, Fakt ist, dass diese Burschen sehr genau wissen, wo sie hin wollen und vor allem, wie man in der Schnittmenge von Melodic Death und Thrash Metal zu agieren hat, um zeitgemäße, aber dennoch vollkommen trendfreie Tracks abzuliefern, die in erster Linie eines tun, nämlich mächtig knallen.

Tempo und auch Atmosphäre werden sehr häufig gewechselt, wie auch der Gesang von Yannic Brauns als überaus facettenreich zu bezeichnen ist und von garstig-grimmig bis hin zu gefühlsbetont und klar reicht. Hervorzuheben ist meiner Meinung auch das Geschick für gelungene Arrangements, denn auch dabei beweisen DIVIDED IN SPHERES ihre Klasse. Nach dem fulminanten Hammer von Opener „Drain My Thoughts“ liefert die Truppe mit dem Titelsong einen „modernen“ Ohrwurm und lässt uns wissen, dass sie trotz ihrer Jugend und Unerfahrenheit bereits das nötige Rüstzeug hat um einen Hit präsentieren zu können.

Danach lassen es die Jungs abermals mächtig rumpeln und knallen uns mit „Shading The Sun“ einen satten Death/Thrasher in altbewährter Göteborg-Variante um die Ohren, der sich gewaschen hat. Speziell diese Nummer lässt mich daran denken, dass die Outfitwahl der Jungs auf den Promo-Pics im Booklet wohl doch nicht ganz zufällig getroffen worden ist, wobei hinzugefügt werden muss, dass die diesbezüglichen Ideengeber IN FLAMES schon seit langer Zeit nicht mehr dermaßen beherzt und heftig losgeballert haben.

Dass es sich diese Band zutraut auch eine lupenreine Ballade („Wall Of Lies“) auf ihrer Debut-EP zu präsentieren, zeugt nicht nur von Mut und Selbstvertrauen, sondern obendrein auch von der Variabilität und Vielschichtigkeit mit der DIVIDED IN SPHERES loslegen. Ich ziehe meinen imaginären Hut vor dieser Darbietung, denn die Jungs wissen nicht nur ordentlich zu ballern, sondern sehr wohl auch Emotionen zu transportieren, und zwar ohne jeglichen Kitsch und Emo-Gesuder. Respekt!

Nach dem finalen Rübenabschrauber „Geared Up (For The Storm)“ ist aber schon wieder Schicht im Schacht, auch wenn ich gerne noch mehr gehört hätte. Es würde mich nämlich brennend interessieren, wie sich DIVIDED IN SPHERES über Albumlänge schlagen können. Das Zeug auch dabei zu bestehen haben diese Burschen auf jeden Fall, denn „Illusion Ends“ ist weit mehr als nur eine Talentprobe!

Ein kleiner Tipp noch zum Abschluss: Ich kann nur raten, sich „Illusion Ends“ umgehend bei der Band zu bestellen, denn in Eigenregie werden DIVIDED IN SPHERES ihre zukünftigen Werke nicht mehr auflegen müssen und ihr wisst ja, wie das nach einigen Jahren dann mit gesuchten Erstlingswerken sein kann….

07.09.2010

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