Divine Empire - Method Of Execution

Review

Jetzt wollen es DIVINE EMPIRE aber wissen! Die Jahresfrist seit dem Europa-Release ihres letzten Albums ist gerade einmal verstrichen, da schieben die Florida Boys um Jason Blachowicz schon den Nachfolger zu ihrem bärenstarken „Nostradamus“ nach. „Schnell, schnell, solange das Line-Up noch hält!“, denn zum ersten mal in der Geschichte des Trios wurden zwei aufeinander folgende Alben in derselben Besetzung eingespielt.
Und das wundert dann schon, denn „Method Of Execution“ unterscheidet sich doch beträchtlich von seinem Vorgänger! Nicht nur dass man die Spielzeit verdoppelt hat, auch stilistisch wildert man jetzt in fremden Revieren. Bereits der atmosphärische Opener „Vowed Revenge“ schlägt aus der Art und überrascht als buchstäblicher Black Metal Song mit Death Growls, der genauso gut von ZYKLON zu „World Ov Worms“ Zeiten stammen könnte. Überhaupt hat man sich dem brachialen Death/Black Stil dieser Scheibe stark angenähert und so eifern auch „Impervious Deception“ und „Storm Of Hatred“ diesem Vorbild nach. Letzterer ist dabei besonders melodisch ausgefallen und wird von einem akustischen Instrumental namens „Prelude To The Storm“ eingeleitet. Dass man genau diesem Song einen eigenen Prolog verpasst, ist sicher kein Zufall, denn „Storm Of Hatred“ ist eindeutig der stärkste Track auf dem Album!
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. So paradox es sich anhören mag, ist das Manko der Scheibe ihre lange Spielzeit. Denn dadurch haben sich doch einige Füllsongs eingeschlichen, was „Method Of Execution“ im Vergleich zum Vorgänger deutlich schwächer aussehen lässt. Die Stilerweiterung scheint eindeutig auf Kosten der reinen Death Metal Songs geschehen zu sein. Denn während die erwähnten Knaller wirklich überzeugen, klingt das rein todesmetallische Material häufig beliebig und bewegt sich dadurch leider nur im guten Durchschnitt. Ausnahmen wie das DEICIDE soundalike „Judge, Jury & Executioner“ oder das coole „Shadow Of Violence“ bestätigen die Regel. „Nostradamus“ war kurz, knackig und bot Songs, die jeder für sich eine eigene Identität hatten. Zwar stimmt auch diesmal die Umsetzung, aber eben diese Originalität geht vielen der Songs total ab. Weniger wäre auch diesmal mehr gewesen. Dagegen hätte es beim Drumsound deutlich mehr Saft sein dürfen, denn besonders die Bassdrum kommt arg dünn daher und wird regelrecht überfahren. Schade, dass man das Potenzial in „Method of Execution“ durch zu viel Masse so verwässert hat!

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19.04.2005

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