Dødsdrift - Ødnis

Review

DØDSDRIFT sind seit ihrem 2019er Debüt „Weltenszission“, zumindest im deutschen Black Metal, keine Unbekannten mehr. Schon auf ihrem Erstling trumpften sie mit deutschsprachigen, düster, melodischen Schwarzmetall auf, welcher sich stilistisch, ähnlich wie GROZA, im weiteren Umfeld der von MGLA beeinflussten Bands befindet, inklusive anonymer Bandmitglieder und der bekannten Kutte/Kapuze Kombination. „Ødnis“ macht nun genau an dieser Stelle weiter und schafft es, gemessen am Vorgänger, noch eine Schüppe draufzulegen.

Dødsdrift – Aus der Ödnis in die Schwärze

War der Sound bereits auf „Weltenszission“ recht druckvoll, wirken auf dem Nachfolger die Gitarren deutlich transparenter und klarer, was den Kontrast zum recht tiefen, kehligen Gekeife und der drückenden Rhythmus-Sektion deutlich erhöht.

Die 10 Songs sind allesamt zwischen 4 und 5 Minuten lang, dh. sie sind allesamt recht kompakt gehalten. Hier hätte der ein oder andere Ausreißer sicher gutgetan. Der Gesamtatmosphäre tut dies aber, auch auf Albumlänge, keinen Abbruch, es bleibt düster, melancholisch, teils nachdenklich, teils nach vorne preschend.

Songs wie „Fährde“, „Schattenschafott“, „Der letzte Pfad“ oder „Heimkehr“ sind absolut gelungene Schwarzmetall-Kost, und insbesondere die schleppenden Parts, wie die zweite Hälfte von „Heimkehr“ oder der zentrale Part bei „Adern des Abgrunds“ schaffen es, die Songs interessant zu halten. Hier wäre allerdings, auf Albumlänge, durchaus noch Luft nach oben.

Ødnis – Qualität mit Potential nach oben

Ohne Frage haben wir es hier mit einem weiteren Qualitätsrelease aus dem Hause Vendetta zu tun, welches sich zweifellos in die Reihe wirklich guter Platten, wie dem UDÅNDE Debüt „Life of a Purist“ oder der NAXEN „Towards the Tomb of Times“, einreihen kann. DØDSDRIFT verschenken allerdings ein wenig ihr Potential, da sie mit ihren vielen Songideen einfach von Stück zu Stück hetzen und sich nicht hier und da die Zeit nehmen, die Atmosphären und Stimmungen der teils wirklich guten Riffs und Melodien wirken und sich entfalten zu lassen. Ansonsten gibt es hier nichts zu meckern.

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14.12.2021

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