Down From The Wound - Violence And The Macabre

Review

Auch in diesem Jahr haben die schlechten Nachrichten nicht vor den Philippinen Halt gemacht. Erneut war es ein mächtiger Sturm, der das Archipel heimsuchte und von dessen Nachwirkungen noch immer einige Spendenaufrufe zu sehen sind. Im Metalbereich sind Neuigkeiten aus dem südasiatischen Staat allerdings noch etwas Besonderes, gehört das Land, trotz musikalischer Globalisierung, doch noch eher in die Exotenschublade. Umso trüber erscheint dagegen die Tatsache, dass der hier gemeinte Fünfer DOWN FROM THE WOUND alles andere als extravagante Musik aufbietet, sondern eher mittelmäßig in Höhlen zeichnet, die schon längst künstlerisch ausgekleidet sind.

Mit der Information, dass “Violence And The Macabre“ ein reines Brutal-Death-Metal-Werk darstellt, habe ich an dieser Stelle eigentlich schon alles gesagt, denn eine stereotypischere Platte habe ich in der letzten Zeit schon lange nicht mehr gehört. Grundsätzlich klingen nämlich DOWN FROM THE WOUND keineswegs unheimlich asiatisch, sondern orientieren sich viel mehr an der amerikanischen Slam-Schule, deren unendliche Bandflut aus dramatischer Gleichförmigkeit in den vergangenen Jahren etwas rückläufig erschien. Für alle Verfechter alter Tugenden ist hier jetzt in jedem Fall etwas Frisches da, denn im Kern schlecht sind die Jungs hier sicherlich nicht.

Gefangene machen DOWN FROM THE WOUND jedenfalls von Beginn an nicht. Mit dem Opener “Ill Fated Annihilation“ tritt die Truppe sofort mit technischer Orientierung aufs Gaspedal und wütet somit letztendlich knapp 50 Minuten durch. Dazu kommt das fiese Geröchel von Sänger Tristan Dela Cruz – keine unbedingt leicht bekömmliche Mischung, so strengt die zermarternde Monotonie mit der Zeit doch ordentlich an. Das ist eben auch der größte Kritikpunkt, den man an “Violence And The Macabre“ stellen, schließlich fehlt dem Album jeder Bezug zur eigenen inhaltlichen Abgrenzung. Unterm Strich schaffen DOWN FROM THE WOUND einen fast schon erschreckend homogenen BDM-Brei, der sich nur mit größter Mühe sezieren lässt. Im Grunde ist das somit bestenfalls als Weichklopper geeignet.

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30.12.2013

Der metal.de Serviervorschlag

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