Downtime - To Perish The Pantomime

Review

Entwicklungen brauchen Zeit. Genau das scheinen sich auch DOWNTIME aus Kassel gedacht zu haben, denn erst drei Jahre nach ihrer ersten EP „Dystopia“ kommt ihr Debüt-Album „To Perish The Pantomime“. Die Zeit wurde gut genutzt, wie die Herren beweisen.

Furios und völlig kompromisslos wird man mit dem Opener „Lokai“ begrüßt. Die Marschrichtung ist klar – druckvoller und sehr abwechslungsreicher Metalcore. Klingt eigentlich nicht sonderlich spannend, entpuppt sich aber schon beim ersten Mal als wirkliche Überraschung. Vielseitig, nicht überladen von Breakdowns und mit viel Gespür für die kleinen Feinheiten kann „To Perish The Pantomime“ die Langeweile vertreiben. Nicht nur auf instrumentaler Ebene kann man überzeugen, sondern auch die Vocals haben viel Variation zu bieten. Neben tiefen Growls finden sich die typischen Shouts und ein kraftvoller Klargesang, der endlich mal wieder nicht nach Emo-Gejammere klingt.

Doch selbst die besten Sänger wären nichts ohne eine geballte Ladung fesselnder und mitreißender Musik – auch damit können DOWNTIME aufwarten! Die Gitarren zeigen sich dank vielseitiger Riffs und einigen, wirklich angenehm ins Ohr gehenden Melodien genauso für ein tolles Fundament verantwortlich, wie die kräftig in den Arsch tretenden Drums und über all dem thront eine wirklich fette Produktion, welche die Band auch noch selber fabriziert hat. Was gibt es jetzt also noch zu meckern?

Gar nicht so viel, das Hauptproblem bleibt der Stil, in dem sich DOWNTIME bewegen. Auch wenn sie durchaus frisch wirken, gab es so einige der Ideen schon und auch so weiß man genau aus welcher Ecke die Band stammt. Das ist nicht zwangsläufig negativ, raubt dem Ganzen jedoch etwas die Eigenständigkeit.

Alles in allem muss ich aber wirklich meinen Hut ziehen, mit welcher Leidenschaft DOWNTIME hier zu Werke gehen und dabei nicht mal irgendwelche eindeutigen Vorbilder durchblicken lassen. Somit gebe ich eine vorsichtige Kaufempfehlung, da das Korsett des Metalcore leider nicht wirklich überschritten wird, doch die Nähte sind gespannt – stark gespannt.

28.07.2008

Chefredakteur

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