Embers - The First Squall Of An Evil Storm

Review

Zusammen mit Bridge To Solace halten Embers die Fahne des ungarischen Metal hoch und veröffentlichen mit „The First Squall Of An Evil Storm“ ihr zweites Album, auf dem es hingegen sehr schwedisch zugeht. Embers spielen den guten alten melodischen Göteborg-Sound, wie ihn Anfang der Neunziger Bands wie Dark Tranquillity oder In Flames groß gemacht haben. Und genau nach diesen Vertretern hört sich „The First Squall …“ auch an. Die für den klassischen Elchtod typische Twinguitararbeit, die dem ganzen zusätzlich einen Hauch Arch Enemy verleiht, gepaart mit einer fast schon an powermetallische Penetranz grenzenden Doublebass Untermalung und hysterischem Gekreische in der Tradition eines Mikael Stanne zu „Lunar Strain“ Zeiten sorgen dafür, dass einem das Material ziemlich schnell ziemlich bekannt vorkommt. Soweit stimmen die Zutaten also, doch irgendwie will das Ganze beim besten Willen nicht recht zünden. Die Gitarren sind zu leise und fristen in der wuchtigen Produktion ein soundtechnisches Mauerblümchendasein, was natürlich nicht gerade vorteilhaft ist, wenn die Songstrukturen den Klampfen eine so tragende Rolle beimessen. Der andere Kritikpunkt betrifft den Gesang, der zwar in den ersten Songs noch zu überzeugen vermag und tatsächlich Parallelen zum Stanne’schen Gekeife von damals deutlich werden lässt, insgesamt jedoch zu eintönig und gleichförmig daherkommt. Spätestens ab dem dritten Song lassen die Vocals die stimmliche Variabilität vermissen. Denn hier bewahrheitet sich einmal mehr, dass extremmetallische Gesangsarbeit eben nicht nur einfaches Gekeife ist, sondern trotz allem noch der richtige Ton getroffen werden muss. Bei Embers wird hingegen ein und dieselbe Tonlage von Anfang bis Ende durchgehalten, was zusammen mit den zwar netten, aber nicht gerade markanten Melodien auf die Dauer einfach zu monoton und austauschbar klingt. Alles in allem ist die Scheibe zwar trotzdem recht solide, doch gibt es gerade auf dem Melo-DM Sektor so viele Bands, die im Vergleich zu Embers einfach besser punkten können, dass sich „The First Squall …“ lediglich im Mittelfeld positionieren kann.

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15.07.2004

Der metal.de Serviervorschlag

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