Ensanguinate - Death Saturnalia (With Temples Below)

Review

Soundcheck Februar 2026# 11

Bislang waren Slowenien oder seine Hauptstadt Lubljana nicht übermäßig als Death-Metal-Metropolen bekannt, doch mit den seit 2020 aktiven ENSANGUINATE könnte sich das ändern. Tatsächlich hat das Quartett mit seinem zweiten Album das Potential, zu Vorbildern ihrer heimischen Szene zu avancieren, da auf “Death Saturnalia (With Temples Below)” eine ganze Menge stimmt.

Okkulter Death Metal aus Slowenien: ENSANGUINATE

Da wäre zunächst das atmosphärische Cover Artwork, welches von Dávid Glomba aka. Teitan Arts (u. a. CULT OF FIRE, MALOKARPATAN, TEITANBLOOD) aus der Slowakei gefertigt wurde. So muss okkult gefärbter Death Metal aussehen – außerdem freut man sich inzwischen ja über jedes Artwork, das noch erkennbar von Hand geschaffen wurde. Legen wir dann “Death Saturnalia” in den Player, ertönt mit “Lámia” ein stimmungsvolles Intro und mit dem fetzigen Opener “Angel Of A Thousand Poisons” die Erfahrung, wie wunderbar dreckig und gruftig ENSANGUINATE ihren (Blackened) Death Metal spielen. Zumindest, wenn man das Debüt “Eldritch Anatomy” nicht kennt, welches bei uns leider durchgerutscht ist.

Es könnte der Eindruck entstehen, ENSANGUINATE sind nur eine weitere Band im Fahrwasser dessen, was eine Band wie REPUGNANT einst los getreten hat. Damit täte man ihnen aber Unrecht. Verfolgt man die Platte aufmerksam und wiederholt, so offenbaren Songs wie “On Wings Of Bone” oder “Savage Hunger Far Beyond” eine Cleverness im Songwriting, die die Slowenen nicht nur aus der Masse abhebt, sondern “Death Saturnalia” zudem abnutzungsarm gestaltet. Mit dem neunminütigen, atmosphärisch dichten “The Whip And The Pendulum” hat sich sogar ein kleines Meisterwerk eingeschlichen.

“Death Saturnalia” – Eine Bereicherung des Genres

Gerade in dem Genre, das ENSANGUINATE bedienen, kommt es Anno 2026 nicht mehr darauf an, das Rad neu zu erfinden. Wenn spielerische Qualität und treffsicheres Songwriting geboten werden, ist das mehr als nur die halbe Miete. So kommt mit “Death Saturnalia” ein kleines Highlight des Undergrounds über Soulseller Records in die Plattenläden, das für Fans von OBLITERATION, alten TRIBULATION, GRAVE MIASMA oder den genannten REPUGNANT Pflicht ist.

08.02.2026

Redakteur

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