Ephemerald - Between The Glimpses Of Hope

Review

Finnland, das Land der 1000 Seen. Man könnte diesen bekannten Spruch aus dem Tourismus auch auf die musikalische Seite des Landes übertragen. Finnland, das Land der 1000 Metal-Bands. Neben den allgemein bekannten Genregrößen tauchen immer wieder neue Namen am Horizont auf. EPHEMERALD aus dem mittelfinnischen Jyväskylä lassen mit “Between The Glimpses Of Hope“ ihren Erstling auf die Ohren der Menschen los.

“Between The Glimpses Of Hope“ – Debüt aus dem Land der 1000 Metal-Bands

Ein neuer Bandname in der finnischen Welt des Schwermetalls bedeutet jedoch nicht zwingend, dass hier ein Newcomer am Werkeln ist. Die Bandmitglieder des Fünfers sind und waren bei bekannten Namen wie zum Beispiel VORNA und FROSTTIDE aktiv. Seit 2016 sind die Herren gemeinsam am Musizieren, es gab bisher nur die ein oder andere Single, welche sie über die Jahre auf den Markt warfen. Laut eigenen Aussagen ist “Between The Glimpses Of Hope“ im symphonischen Todesblei verortet. Lyrisch beschäftigt die Band sich mit dem Thema Hoffnung und den daraus resultierenden unzähligen Neuanfängen und Versuchen, sich von den Fesseln der Vergangenheit in Richtung einer besseren Zukunft zu befreien.

“Grand Creation“ zum Einstieg streut einige orchestrale Elemente ein, dazu werden die Saiten ab und wann rasend angeboten und spätestens mit dem einsetzenden Growlgesang bewegt sich das Thema in die Melo-Death-Richtung mit einem leicht epischen Touch. “I Bear Fire“ ist noch etwas näher an Jari Mäenpää und seinen Mannen, “Servant“ mischt schwarzmetallische Gitarren ebenso wie Klargesang dazu, bleibt aber im Refrain bei Melodie und Growls.

“Lost“ ändert die Tonart und eröffnet folkloristisch um sich seinen Weg mal melodisch und mal rasend zu bahnen. Fast schon ein Stilbruch gibt es mit “All There Is“, es geht akustisch mit Klargesang und Lagerfeuerromantik weiter, ähnlich dem ENSIFERUM-Ansatz auf ihrem 2020er Output. “Reborn“, “No Fall Is Too Deep“ und “Till The Sea Swallows Us Whole“ beenden den Experimentierteil, es geht mit dem bekannten epischen Melo-Death-Mix mit symphonischen Einflüssen in Richtung Albumende. “Into The Endless“ entlässt den Hörer aus “Between The Glimpses Of Hope“. Zum guten Schluss gibt es mehr Orchester und Keyboard und die Nummer wirkt ein wenig, als wenn der Truppe die kreativen Ideen ausgegangen sind.

EPHEMERALD  – zwischen WINTERSUN und ENSIFERUM mit reichlich Orchester

Wem das Warten auf einen neuen Output von Jari Mäenpää zu lange dauert, kann mal ein Ohr in “Between The Glimpses Of Hope“ von EPHEMERALD halten. Das Debüt des Quintetts aus Mittelfinnland erinnert in vielen Teilen an WINTERSUN, mischt auch mal rasende Saitenarbeit oder einen Ausflug in akustische Gefilde, wie man es von ENSIFERUM kennt, dazu. Im hinteren Teil geht der Scheibe etwas die Luft aus, da fehlt ein wenig die Abwechselung, welche man bis “All There Is“ liefert. Nix desto trotz bleibt ein weit überdurchschnittlicher und gut hörbarer Genrevertreter aus dem Land der 1000 Metal-Bands.

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24.03.2021

Ein Leben ohne Musik ist möglich, jedoch sinnlos

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