Ereb Altor - By Honour

Review

Galerie mit 14 Bildern: Ereb Altor - Summer Breeze Open Air 2018

Ich bin hin und weg! Wirklich! Denn die bereits in den frühen Neunzigern von den beiden Schweden Ragnar, bürgerlicher Name Daniel Bryntse (u. a. ISOLE), und Mats gegründeten EREB ALTOR liefern auf ihrem Debütalbum „By Honour“ genau den Sound, welchen ich über alles liebe: Getragenen, epischen Viking/Pakan Metal, und um konkreter zu werden, nichts anderes als das Erbe der Legende BATHORY.

Dabei sind EREB ALTOR weit entfernt davon, eine reine Kopie der Werke Quorthons erschaffen zu haben. Vielmehr vermischen die Schweden die ergreifende Atmosphäre der unsterblichen Klassiker „Hammerheart“, „Twilight Of The Gods“ sowie „Blood On Ice“ mit der epischen Schwermütigkeit von ISOLE, sowie deren ausladenden Melodiebögen, und erschaffen somit etwas einzigartig Schönes, das von beiden verträumten Welten zugleich profitiert. Edler, heroischer Epic Viking Doom Metal, der seinesgleichen sucht. Abgesehen vom etwas langatmigen Piano-Intro, welches kaum Spannung aufzubauen vermag, ist hier wirklich alles stimmig. Sei es der ausdrucksstarke, gefühlvolle, sehr angenehme klare Gesang, die herrlichen, monumentalen Chöre, die wahnsinnigen Hooklines, die feinen, ausladend-melodischen Leads, die akustischen Passagen, die seltenen Folk-Anleihen, das wuchtige Riffing, die doomigen Harmonien, das getragene aber wuchtige Schlagzeugspiel. Im Gegensatz zu vielen Trallala-Kapellen (Namen sind wie Schall und Rauch) verstehen es EREB ALTOR, genauso wie BATHORY und ISOLE, scheinbar spielend, die richtige Portion Pathos, Intensität und Epik in ihren langen und leidenschaftlich vorgetragenen Kompositionen zu vermitteln, ohne auch nur jemals im Ansatz kitschig oder billig zu klingen. Die hymnischen Stücke wirken hypnotisierend und sind von einer majestätischen Schönheit, wie man sie leider viel zu selten erlebt. In dem dichten Klangteppich kann man übrigens auch einige Anleihen von CANDLEMASS als auch DOOMSWORD entdecken.

„By Honour“ ist ein absolut gelungenes, intensives, hingebungsvolles und hochwertiges Epic-Viking-Doom-Metal-Album, dem es lediglich noch an einem absoluten Übersong fehlt. Hoffentlich brauchen EREB ALTOR für ihr zweites Album nicht so lange wie für ihr Debüt, denn mir dürstet nach mehr, VIEL MEHR!!!

„And his old eyes could almost see
The dragon ships set sail
And his old ears could almost hear
Men of great numbers call out Oden’s hail“
BATHORY „One Road To Asa Bay“

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03.08.2008

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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