Erupdead - The Human Progress

Review

Das Debüt der Basler ist da, das schwedische Death-Wuchtigkeit mit einer ganz eigenen Art von Melancholie vereint. Auf „The Human Progress“ zeigen sie nun – stärker und weiter entwickelt als auf der vorangegangenen EP „Deadend“ – die volle Bandbreite ihrer Möglichkeiten. Die ersten drei Songs knüpfen noch stark an bereits auf dem Vorgänger vorhandene Strukturen an, doch schon in „Letters To Mars“ wird der Death Metal intelligenter herausgearbeitet, die stillen Passagen stärker zu diesem in Kontrast gesetzt.

„Plastic Doll“ ist ein ganz wirrer, unzugänglich wirkender Track mit sparsamen Hooks bei den Gitarren. Auch Sänger Sebastian Ramseier schafft es hier nicht, dem Lied eine erkennbare Struktur zu geben. Man muss Sebastian aber zugute halten, dass er sich mit seinen Vocals nicht den neuesten Extrem-Trends beugt, sondern versucht, einen eigenen Stil zu finden.

Dann setzt das druckvolle, kolossale „The Source Of Evil“ ein, in dem Sebastian eine ganze Oktave tiefer greift, was eine sehr verstörende Wirkung entfaltet. „Unite“ ist ein eher geradliniger, aggressiver Track – wütende Gitarren, unbändige Growls und heftige Riffs treffen hier aufeinander. Als direkter Kontrast dazu steht „Sheer Away In A World Of Inconstancy“: getragene, theatralische Growls, die durchschimmern lassen, dass der Shouter auch anders, sprich: besser kann. „The Human Progress“ beginnt in dunkler Death Metal-Manier, die melodramatisch aufgegriffen wird und die ganze Platte schwer und melancholisch enden lässt.

Letztendlich lässt sich sagen, dass ERUPDEAD ordentlichen Death Metal machen, dem es gelegentlich etwas an Härte und Brutalität fehlt. ERUPDEADs Stärken liegen mehr in der Melancholie mit Hang zur Theatralik. Das passt auch zu Sebastians Gesang und das sollten sie weiter ausbauen. Bis dahin ist es aber noch ein Stück. „The Human Progress“ ist ein Album für all jene, die grundsätzlich für jedwede Death-Metal-Platte zu begeistern sind und nicht allzuviel Innovation erwarten.

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14.10.2011

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