Eye Of Mordor - The Old Master

Review

Nach einem Promotape war es kurz vor Weihnachten des letzten Jahres Zeit für das EYE OF MORDOR-Debütalbum „The Old Master“.  Sicherlich, wenn das Promotape auf dem gleichen Label erscheint wie das Debütalbum, dann kann es sich dabei nur um eine Huldigung längst obsoleter Szenestrukturen handeln. Was macht man nicht alles wider den Zeitgeist der modernen Musikvermarktung?

Hinab in bekannte Tiefen – „The Old Master“

Freunde des EYE OF MORDOR-Tapes werden sich musikalisch auf „The Old Master“ leicht orientieren können, denn das Album startet sogleich mit einem bekannten Stück des Tapes und knüpft danach ebenso stringent an der bereits festgestellten Art und Weise der EYE OF MORDOR-Komposition an. Flächige Sounds, großzügige Wiederholungen und Düsternis sind die gängigen Motive von „The Old Master“. Dabei fällt es nicht schwer, die Einzigartigkeit dieser Musik im Kontext vergleichbarer Dark Ambient bzw. Dungeon Synth-Projekte anzuerkennen. Der bereits zu Demo-Zeiten eingefügte Vergleich zur „Places In Middle Earth„-Demo von HOBBIT erscheint aktueller denn je.

Das Konzept von EYE OF MORDOR funktioniert auch über die Länge eines Albums. Der Entdeckerdrang lässt den Hörer an den Tasten von Tentakel P. (Ex-TODTGELICHTER) kleben. Es bleibt stets spannend, welche neue Songstruktur aus dem dichten Nebel als Nächstes herausbricht. Die Komposition ist sehr feingliedrig, zuweilen gar filigran, aber stets düster und auch, wir kennen dies von Tolkien, subtil bis offensichtlich bedrohlich.

EYE OF MORDOR bleiben im Gedächtnis…

Und dies ist bei der Fülle an vergleichbaren Veröffentlichungen des Genres schon einmal ein echter Pluspunkt. Denn die Interpretation des Dungeon Synth ist auf dem Debütalbum „The Old Master“ außergewöhnlich und keinesfalls von der Stange. Die Abkehr von jeglichem Bombast ist dabei nur das offensichtliche Merkmal. Ein wirklich schönes Underground-Release mit stark individuellem künstlerischen Ausdruck.

12.02.2023

Stellv. Chefredakteur

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