Feradur - Legion

Review

FERADUR gibt es nun zwar schon zehn Jahre, veröffentlicht haben sie bisher aber nur ein Album. Das ändert sich jetzt mit „Legion“. Seit dem 2015er „Epimetheus“ ist mit Sänger und Gitarrist Mario Hann zudem ein neues Mitglied zu den Melodeathern gestoßen. Ihren Sound haben die Luxemburger somit nun gefunden. Und dieser kann sich wirklich sehen lassen, sind ihm die handwerklichen Qualitäten von Musikern und Sänger doch sofort anzuhören.

FERADUR starten ihr Album mit „Deus (Finis Saeculorum)“, das es schon ein paar Wochen als Single gibt. Auch wenn das Video dazu so schlecht ist, dass man zuerst glaubt, das müsse Absicht sein, dann aber immer stärker daran zweifelt, so ist der Song doch wirklich hörenswert und entpuppt sich prompt als einer der Anspieltipps auf dem Album. Von der Qualität des Videos könnt ihr euch übrigens am Ende dieses Textes überzeugen. Eine Sache, die einem schon beim Opener auffällt, und die sich im Laufe von „Legion“ immer wieder bestätigt, ist der starke Fokus, den FERADUR auf die Gitarrenarbeit legen.

„Legion“ bietet mehr als Melodic Death

Gleich drei Gitarristen sind am Start, was für reichlich Abwechslung sorgt und der Band vor allem live einen großen Vorteil bringen dürfte. Stilistisch wird auf schwedische Art geklampft, wodurch immer wieder Assoziationen zu AMON AMARTH oder auch mal DARK TRANQUILLITY aufkommen. Neben dem klassischen Melodic Death bieten einige Songs aber auch Facetten aus anderen Genres. In „Kolossus“, einem Stück, das zu den definitiven Hörtipps auf „Legion“ gehört, schwingt beispielsweise sehr viel Thrash mit. Ziemlich schwarz und stellenweise ein wenig nach MOONSORROW klingt dafür „Maelstorm“, ebenfalls ein heißer Tipp.

FERADUR werden allen Deathern ans Herz gelegt

Absolutes Highlight ist aber „Fake Creator“, das schon vielversprechend beginnt und sich dann immer weiter steigert. Hier bieten FERADUR verschiedene Melodien und Harmonien, die sich innerhalb des Stücks abwechseln, zum Teil wiederholen und so zu einem überaus gelungenen Ganzen verwoben sind. Diese Stärke beim Songwriting zeigt sich aber auch in den meisten anderen Nummern auf „Legion“. Wirklich enttäuschen tut eigentlich keiner der Songs, auch wenn „A Hadean Task“ und „Of Greater Deeds“ weniger interessant wirken und eher einen soliden Eindruck hinterlassen. Insgesamt haben FERADUR hier also wirklich gut abgeliefert und können allen Death-Anhängern wärmsten empfohlen werden.

22.06.2019

headbanging herbivore with a camera

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