Firewind - Firewind

Review

Soundcheck Mai 2020# 16 Galerie mit 20 Bildern: Firewind - Metal Diver Festival 2018

Das Projekt-Image von FIREWIND verfestigt sich immer stärker. So ist auf dem neuen unbetitelten Album mit Herbie Langhans, der schon bei AVANTASIA und RADIANT von sich reden machte, schon der dritte Sänger in drei Alben zu hören. Zudem hat auch der langjährige Keyboarder Bob Katsionis die Band verlassen. Einzige Konstante ist Gus G., der übrigens keinen Hehl daraus macht, wie spontan die Aufnahmen verlaufen sind. Er hat sich YouTube-Videos von Langhans angeschaut, ihn kontaktiert und einige Wochen später sei die vorliegende Platte auch schon im Kasten gewesen. Es erstaunt immer wieder, wie unkompliziert ein Personalwechsel verlaufen kann.

Der „Firewind“ weht rauer

Das Klangbild der Griechen hat sich durch diese Neubesetzung deutlich verändert. Alles klingt ein bisschen rauer, ein bisschen dreckiger. Langhans ist durch seine Stimme näher an Brian Johnson und Udo Dirkschneider, als am typischen Power-Metal-Sänger. Bei den Gitarren haben Riffs eine leichte Oberhand gegenüber den Melodien, die allerdings nicht vollständig rausgedrängt werden. Neben feinsten Power-Metal-Kitsch wie ‚Break Away‘ und ‚Orbital Sunrise‘ gibt es mit ‚Rising Fire‘ eine stärkere Zuwendung zum Hard Rock.

Aber wie es auch bei vielen anderen Bands geschehen ist, stagnieren auch FIREWIND auf ihren neunten Studioalbum. Die genannten Veränderungen lockern zwar den Sound auf, aber das kann auch nach fünf Songs nicht mehr darüber hinweg täuschen, dass den Griechen um Gus G. etwas die Luft ausgeht. Gerade das Solo in ‚Devour‘ vom genannten ist eine mächtige Mogelpackung. Und auf diesem Album hat man doch zu viele Riffs vorher schon einmal gehört, um da speziell eines als unoriginell rauszupicken zu wollen.

Gut gealtert

Nach dem Konzeptalbum „Immortals“ wirkt das unbetitelte neunte Studioalbum nicht weniger bedeutungsschwanger, klingt durch die rauen Kanten aber gleichzeitig geerdeter. Auch so lässt sich feststellen, dass sich die Griechen ihrer Stärken bewusst sind und diese dann ausspielen. Dies kann für Nicht-Genre-Fans mitunter ermüdend sein, aber auf die ist Gus G nicht angewiesen. Für eine Karriere in diesem Stadium ist dieses Album absolut zufriedenstellend.

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05.05.2020

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