Flesh - Worship The Soul Of Disgust

Review

Mein Name ist Flesh, Pete Flesh! Man darf mich auch gerne den „schnellen Pete“ nennen.
Es ist nämlich gerade erst mal ein Jahr vergangen, seit Mr. Fleisch sein letztes Solowerk „Temple Of Whores“ unters Volk gebracht hat. Aber der lustige Pete ist halt ein Arbeitstier (kaum gibt man ihm 25 Cent, schon spielt er eine halbe Stunde…), was auch seine zahlreichen (ehemaligen und aktuellen) Engagements bei Bands wie MAZE OF TORMENT, DECEIVER oder THROWN beweisen.
Das neueste Produkt seiner Leidenschaft für die Musik hört auf den Namen „Worship The Soul Of Disgust“.
Beim Schreiben des Albums galt natürlich wieder einmal die Devise: selbst ist der Mann! Ganz so wie es sich für ein Soloprojekt gehört. Für den Aufenthalt im Abyss Studio (bei Tommy Tägtgren) heuerte er aber seinen alten Weggefährten Flingan an, welcher zwar schon das Schlagzeug auf „Temple Of Whores“ übernahm, aber immer noch als Sessiondrummer geführt wird.

Gemeinsam haben sie eine Platte eingetrümmert, welche wie erwartet mit Death Metal der alten schwedischen Schule beginnt. Mit der rohen Kraft der frühen Neunziger prescht „Shatahan“ voran und weiß durch seinen ungestümen Charme zu überzeugen. Dass Pete aber auch vor Experimenten nicht zurückschreckt beweißt er im selben Track. Nach zwei Minuten setzt es ein Break und plötzlich erschallt (doch eher unerwartet) Klaviermusik, welche entfernt an alte Grusel-/Horrorstreifen erinnert. Danach geht es aber in gewohnt halsbrecherischer Manier weiter. Zumindest in diesem Song.
Das folgende „I Masturbate To Jesus Christ“ zeigt nämlich, wohin die Reise weitergeht. Die Death- Metal- Parts werden beibehalten, dazu gesellen sich aber noch Black- Metal- Passagen. Ganz der Vergangenheit verpflichtet, pickt sich Flesh aber auch aus dem Schwarzmetallsektor nur die ältesten Rosinen heraus. Die eine oder andere rasende Stelle, aber besonders die „leiernden“ Gitarrenmelodien lassen Erinnerungen an frühe SATYRICON, bzw. GEHENNA wach werden.

Dies ergibt im Ganzen Death Metal mit einer ziemlich stimmungsvollen, düsteren Atmosphäre, wie sie etwa auch bei NECROPHOBIC vorherrscht. Deren Klasse erreichen FLESH aber leider nicht.
Zu den Texten: Was Pete da vor sich hinröchelt will ich glaube ich gar nicht wissen! Songtitel wie das erwähnte „I Masturbate To Jesus Christ“, „Fuck The Romantic – Fuck The Gothic“, „My Penis Will Be Your Opera“ (Hammertitel) usw., sprechen wohl eine eindeutige Sprache. Ja ja, der lustige Pete…

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28.04.2008

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