Flowing Tears - Jade

Review

Ein neues Sternchen am scheint Gothic Himmel (zu leuchten). Ganz so neu ist die Band ja nicht mehr, schließlich hat sie schon zwei Alben und eine EP unter dem Namen „Flowing Tears & Withered Flowers“ veröffentlicht. Vielleicht erinnert sich ja auch noch jemand an den Beitrag zu einem Rock Hard Sampler. So will ich dieses Hoffnungswerk mal unter die Lupe nehmen. Die Saarländer gehen sehr gemächlich zur Sache. Auf den beinharten Metaller dürfte diese melancholische, seeehr beruhingende Musik ziemlich langweilig wirken. („Do geht jo gar nix ab! Mach mo Männowa an!“) Wenn man sich ein Bild von „Jade“ machen will, sollte man sich vielleicht eine Mischung aus viel Anathema, ein bißchen The Gathering und einer ganz kleinen Prise von Tiamats „A Deeper Kind Of Slumber“ im Hirn zurecht köcheln. Nicht mehr und nicht weniger. (Ja richtig erkannt, jetzt fange ich an zu nörgeln.) Prinzipiell sollte diese Mischung aus den o.g. bewußtseinserweiternden Bands viele intensive, bunte Farben (Ommm…) vor mein inneres Auge werfen. Leider sieht das Spektrum aber eher tausend mal ohne Perwoll gewaschen aus. Nun fragen sie sich, verehrte Zuschauer, bestimmt, wieso ein Produkt mit solch hochwertigem Etikett doch so unbefriedigend sein kann. Aus dem gleichen Grund, warum die aktuelle Him sowie „October Rust“ von Type O mich nur oberflächlich erquickten: weil aus einem guten Song ein ganzes Album gemacht worden ist, d.h. die Nummer-sicher-Schiene gefahren wird. Die Verkaufszahlen scheinen solche Taktiken zwar zu bestätigen, aber ist der Grund für guten Absatz wirklich immer die Qualität oder krasser gesagt die Langlebigkeit des Produktes? Oder anders gefragt: Wenn Du heute Lust hast, Type O Negative zu hören, holst Du dann die „October Rust“ oder die „Bloody Kisses“ aus dem Schrank? „Jade“ ist sicherlich kein schlechtes Album, aber leider eines mit Verfallsdatum. Vielleicht haben Flowing Tears ja beim nächsten Mal etwas mehr Mut zur Abwechslung, sofern Century Media ihnen die Gelegenheit dazu geben. Ich würde mich freuen.

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10.04.2000

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1 Kommentar zu Flowing Tears - Jade

  1. Anonymous sagt:

    Jade- dieses Album geht einem einfach unter die Haut. Seit Tagen hat diese CD meinen Player nicht mehr verlassen… Mag sein, dass so gut wie alle Songs langsamerer Natur sind, jedoch auf ganz unterschiedliche Weise. Jedes Lied hat seine eigene Atmosphäre,sein eigenes "Sein",das einen immer wieder einfängt. "The One I Drowned" oder "Swallow" sind Songs, die ich auf keinen Fall missen will! Die Stimme der Frontfrau Stefanie Duchêne ist mitreißend und hat eine Kraft an Ausdruck, die ich bei keiner anderen Band bisher fand. Sie geht durch und durch. "Godless", der wohl schnellste Song auf diesem Album ist als Anfangstitel nicht fehlbesetzt. Die Nachfolgenden, ruhigen und sehr, sehr schönen Lieder, wie oben schon genannt, "Swallow" und "Lovesong for a dead child", schaffen es immer wieder, einem eine Gänsehaut einzujagen. Wie man sicherlich bemerkt, hat mich "Jade" zutiefst beeindruckt und ich bin wirklich dankbar, dass ich dieses einmalige Album besitzen darf. Daher muß ich die 6 von 10 Punkte dementieren und auf meine 10 gegebenen Punkte verweisen. Für ein deart schönes Album mit Tiefgang sind 10 Punkte Pflicht. Fazit: Alle die langsamere Songs, die einfach nur wunderschön sind und Atmosphäre haben, wollen, ist "Jade" ein Muß.

    10/10