
Soundcheck Juli 2026# 18
Galerie mit 18 Bildern: Future Palace - Impericon Festival 2026Mit „Resurgence“ legen FUTURE PALACE ihr viertes Album vor und ihr erstes beim neuen Label Century Media Records. Darauf findet sich ein Mix aus verschiedenen modernen Metal-Elementen, die die Berliner zu einem großen Ganzen verweben. Bereits bekannt ist die ausdrucksstarke Stimme von Frontfrau Maria Lessing, die neben angenehmem Klargesang auch aggressive Screams beherrscht.
FUTURE PALACE wildern in modernen Metal-Spielarten
Die Gruppe als nächste Metalcore-Band zu bezeichnen, wäre zu kurz gegriffen, denn FUTURE PALACE bewegen sich auf dem kompletten Modern-Metal-Spielfeld. Es finden sich Elemente aus Alternative- und Nu-Metal, auch der Core ist vertreten, garniert mit eingängigen, teils poppigen Hooks. Dennoch verliert das Trio nie den Härtegrad aus den Augen und nutzt keine elektronischen Verschlimmbesserer wie Autotune für die Vocals – das wäre bei Lessings ausdrucksstarker Stimme auch eine Frechheit.
Durch leichte Scratches, Samples und Beats hören sich manche Stücke – wie „The Shades“ – ein wenig nach LINKIN PARK an, insbesondere seit Emily Armstrong am Mikrofon steht. Insgesamt sind die Songs abwechslungsreich und reichen von ruhig und emotional bis hin zu flott und fies. Die Singles hört man nicht direkt heraus, im Prinzip hätten FUTURE PALACE zu jedem Song ein Video drehen können.
Die Produktion von „Resurgence“ ist dem Zeitgeist und Genre entsprechend ausdifferenziert, klar, druckvoll und modern. Wenn man Bass und Lautstärke entsprechend hochdreht, wackeln die Bilder an der Wand.
„Resurgence“ sticht aus der Masse hervor
In den vergangenen Jahren sind unter dem Begriff Modern Metal Bands wie Pilze aus dem Boden geschossen – insbesondere bei der Generation der nach 2000 Geborenen kommt der Stil sehr gut an. Dementsprechend findet sich viel Stangenware unter den Veröffentlichungen, doch das neue Album von FUTURE PALACE gehört nicht dazu. Es spielt mit verschiedenen Zutaten und mischt sie zu einem großen Ganzen. Für den pfeilschnellen Durchbruch reicht es nicht, aber die Gruppe steht dank „Resurgence“ definitiv auf unserer Beobachtungsliste.

Jannik Kleemann































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