Imminence - Axis Mundi

Review

Galerie mit 27 Bildern: Imminence - Summer Breeze Open Air 2026

Bei MMINENCE läuft es gerade wie am bekannten Schnürchen – nur ohne das Darüberstolpern. : Mit „Axis Mundi“ bringt die Band aus Schweden am 2. Oktober bereits ihr sechstes Album an den Start. Der Titel bezeichnet die „Weltenachse“, also einen symbolischen Mittelpunkt, der verschiedene Ebenen miteinander verbindet. Musikalisch passt das erstaunlich gut, denn auch IMMINENCE bewegen sich hier ständig zwischen Gegensätzen.

Imminence und die leise Brutalität

„Twisting In The Wind“ tastet sich zunächst vorsichtig vor, bevor der Song in einen brachialen Mix aus Schreien und soften Vocals ausufert. Dabei schwebt eine fast bedrohliche Atmosphäre über dem Stück, die sich nicht aufdrängt, sondern langsam unter die Haut kriecht.

„The Sword That Never Bends“ greift diese Stimmung auf, packt allerdings deutlich mehr Fleisch auf die Rippen. Die Vocals wechseln zwischen grungig-ruhigen Passagen und kleinen, spitzen Screaming-Ausbrüchen. Im letzten Drittel setzt die Violine ein und verstärkt die verletzliche Seite des Songs. Ein emotionales Wechselbad, das schließlich ziemlich abrupt mit einem „Urgh“ endet. Lieben wir. Ist ein bisschen so, als würde der Track uns plötzlich verlassen und uns nur noch ghosten.

„Axis Mundi“ ist Verletzlichkeit mit Biss

Auch „Devil May Try“ trägt diese bitter-emotionale Handschrift. Wer jetzt allerdings befürchtet, „Axis Mundi“ könnte durchgehend zu soft geraten, darf aufatmen. IMMINENCE müssen niemandem mehr beweisen, dass sie auch anders können. Die Kettensäge hängt schließlich noch griffbereit: „False Light“ und „If Not Now, When“ liefern ordentlich Nachdruck und sind damit das eskalierende Glanzstück der Platte.

Zwischen den Welten auf eigenen Terrain

Trotzdem setzt das Album nie auf permanente Lautstärke oder überladene Arrangements. Es schreit einen nicht pausenlos an und entwickelt gerade dadurch seine Wirkung. IMMINENCE kämpfen hier nicht um Aufmerksamkeit, sondern bewegen sich erstaunlich leichtfüßig in ihrem eigenen Terrain: zwischen Violinen-Saiten, epischen Melodien und Screaming-Parts, die so unmittelbar kommen, dass man jedes geschriene Wort nicht nur hört, sondern tatsächlich glaubt und fühlt.

„Axis Mundi“ ist damit kein Album für den schnellen Effekt, sondern eines, das seine Stärke aus Kontrasten zieht. Wer genau diese Mischung aus Härte, Melancholie und Atmosphäre an IMMINENCE schätzt, bekommt hier reichlich davon.

27.09.2026

It`s all about the he said, she said bullshit.

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