Gary Moore - Scars

Review

GARY MOORE ist einer der besten Musiker Großbritanniens. Seinen Namen verbinden wir heutzutage sowohl mit solchen Bands wie: Thin Lizzy, Collosseum II oder Skid Row, als auch mit zahlreichen Hits seiner Solokarriere. Mit „Scars“, das auch für einen Bandnamen steht, zeigt GARY sein neues Gesicht, das nicht nur Kritiker, sondern auch seine treusten Fans in Erstaunen versetzen kann. Scars präsentieren eine kaum vorstellbare Mischung unterschiedlicher Stilrichtungen, was bei solcher Besetzung kein Wunder ist. Der kompromisslose ex-Skunk Anansie-Bassist Cass Lewis und einer der Pioniere des Dance Rock am Schlagzeug, Primal Screams Darrin Mooney, bringen ihre musikalischen Erfahrungen in dieses Projekt ein und machen es zu dem härtesten in GARYs Karriere. Zum einen liefern die Musiker ein ihre Fachklasse verbreitendes Album ab, zum anderen offenbaren sie uns eine interessante Stilsymbiose, die zwar nicht jedermanns Sache ist, aber Hard Rock-Fans beeindrucken sollte. Besonders die Melodien und Hooklines sind auf erstklassigem Niveau, genauso wie die Vokalarbeit von GARY MOORE, die seine Fähigkeiten, emotionale Gesanglinien mit Flair und Anmut zu singen, beweist. Der Opener „When The Suns Goes Down“ glänzt mit groovenden, schweren Riffs, die viel Energie freisetzen und die uns in den meisten Songs „verfolgen“, während sich „Wasn’t Born In Chicago“ nach einem von Drum n‘ Buss beeinflussten Rocksong anhört. „Stand Up“ und „Worlds Of Confusion“ charakterisiert ein funklastiger Rocksound, der vor allem auf einer schwer beeindruckenden Gitarrenarbeit, die durch ein solides, aber etwas in den Hintergrund gerücktes Schlagzeugspiel unterstützt wird, basiert. Alle Songs sind eigenständig und gut arrangiert. Hervorheben möchte ich vor allem meinen persönlichen Favorit „Just Can’t Let You Go“…eine sehr gefühlvolle, auf eine Art & weise minimalistische Ballade, deren ruhige, tiefe Riffs immer wieder variiert werden…Takte werden verschoben, das Schlagzeug wechselt, um den schnelleren Passagen die Intensität ihres Ausdrucks, für den grundsätzlich die einfühlsame, so charakteristische Stimme von GARY sorgt, hinzufügen. Mit diesem Album, das eine Mischung aus Leidenschaft, Power und vor allem Talent ist, festigt der Autor seine Position in Musikszene.

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04.09.2002

Der metal.de Serviervorschlag

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