Gary Moore - Close As You Get

Review

Was kann man zur 100-millionsten Bluesveröffentlichung schreiben? Kann man Innovation als Maßstab ansetzten? Ist Emotionalität wichtiger als Abwechslung? Kann man sie überhaupt adäquat hören, ohne nicht ein kühles Blondes in der einen und mindestens einen Dartpfeil in der anderen Hand zu haben?

Es fällt sicherlich schwer, eine angemessene Einschätzung des neuen GARY MOORE Albums „Close As You Get“ zu äußern. Ich bin ja erst zarte 20 und ein paaaar Zerquetschte, kann also eigentlich nicht den Wert der Veröffentlichung einschätzen. Was ich aber im Tanzbein fühle, ist, dass der gute alte Blues-Shuffle, wie er zum Beispiel im Opener „If The Devil Made Whiskey“, im vierten Track „Hard Times“, oder im sechsten Titel „Eyesight To The Blind“ zelebriert wird, gut zum Mitwippen animiert und der Nacken „mitshuffelt“. Die CD ist eine leicht hörbare Mischung aus Rockern und Bluesballaden. Mr. Moore hat ein goldenes Händchen für seidenweiche Gitarrentöne und diese kommen in den mit Hammondorgeln unterlegten ruhigen Nummern wundervoll zur Geltung. Über das Songwriting brauche ich nicht viele Worte zu verlieren. Die Kompositionen bewegen sich immer innerhalb des Standard-Bluesschemas, sind zwölftaktig aufgebaut und drehen sich textlich um Frauen, die einen hängenlassen, die Geldbörse plündern und die Farm abbrennen.

Künsterischen Wert hat der Output aber trotzdem, denn wie im Blues üblich kommt es auf die Interpretation, auf die Emotionalität und die Glaubwürdigkeit an. Und davon hat GARY MOORE eine ganze Menge zu bieten. Die Gitarre weint und der Sänger, nicht immer ganz sauber im Tonansatz, öffnet sein Herz und legt den Finger in seine eigenen Wunden. Blues eben und soviel auch zum Thema Emotionalität. Es ist eine rundum gute Bluesrock-Scheibe. Der Altmeister dieses Stils macht nicht viel falsch, aber auch nicht viel Neues. Blues eben und soviel, bzw. so wenig, zum Thema Innovation.

Ich hoffe, ich pisse den echten, den alten Blues-Haudegen nicht ans Bein, indem ich fast schon magere sieben Punkte für diese CD vergebe und bitte gleichzeitig die Metaller um Vergebung, die solche Veröffentlichungen erst gar nicht auf Metal.de besprochen haben wollen.

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20.05.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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