Gothminister - Pandemonium

Review

Galerie mit 7 Bildern: Gothminister auf dem Mera Luna Festival 2016

Rechtzeitig für die anstehenden Halloween-Partys reichen die norwegischen Gruselrocker um Teufelsadvokat GOTHMINISTER mit ihrem siebenten Longplayer „Pandemonium“ ein paar passende Stampfer für die einschlägigen Gothic-/Elektro-Dancefloors ein.

GOTHMINISTER errichten ihr eigenes „Pandemonium“

Und wieder einmal muss olle Friedrichs Abgrund-Metapher als thematischer Aufhänger herhalten. GOTHMINISTER-Mastermind Bjørn Alexander Brem und seine sinistren Kollegen verwursten Nietzsches altbekannte Allegorie sowohl im gleichlautend benannten Intro „Abyss (Abgrund)“ als auch im Text des Titeltracks.

Prolog, Albumtitel und Songs wie „Demons“, „Bloodride“ oder „This Is Your Darkness“ versprechen zwar dem Namen nach die „abgrundtiefe“ Finsternis, fallen aber trotz eines gewissen Härtegrades beileibe nicht so bedrohlich aus, wie man sich einen Äon in John Miltons Höllenmetropolis vielleicht vorstellen würde.

Für die eiserne Metaller-Seele schlägt der Genre-Pegel zu sehr Richtung Gothic und Elektro aus, denn die Synthie-Spielereien überlagern das zuweilen durchaus harte Riffing ziemlich stark. Chöre und die weiblichen Backing-Vocals tun ihr Übriges, das metallische Element weiter in den Hintergrund zu drücken.

Das Album ist professionell, ohne Schnörkel und Kanten produziert. Die Kompositionen sind zumeist poppig-kurz, einfach strukturiert, radio- und mitsingtauglich. Und GOTHMINISTER wissen ohne Frage eingängige Refrains zu produzieren, wie zum Beispiel bei „Star“ oder „Kingdoms Rise“. Leider strotzen die Lyrics vor klischeehaften Plattitüden. Wer sich daran nicht stört und weiß, worauf er/sie sich bei der Band einlässt, hat mit dem „pandämonischen“ Werk bestimmt seinen/ihren Spaß.

Dunkler geht immer

GOTHMINISTER wollen gerne mit dem Teufel tanzen, verlassen hierfür ihren Komfortbereich allerdings nicht weit genug. Apropos tanzen … wie zuvor bereits erwähnt, taugt das Gros der „Pandemonium“-Nummern auch eher für die Grufti-Disco als fürs Moshpit.

Um den Kreis zu schließen: Ein wirklich tiefer Abgrund tut sich beim Hören der elf Stücke nicht auf. Demnach besteht auch nur geringe Gefahr, dass allzu viel Böses zurückschaut. „Pandemonium“ preist zwar die absolute Düsternis, aber ein paar Nuancen schwärzer wären ganz sicher noch drin gewesen.

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23.10.2022

Der metal.de Serviervorschlag

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