Grave Miasma - Abyss of Wrathful Deities

Review

Soundcheck Mai 2021# 13

GRAVE MIASMA sind seit Jahren eine feste Größe im Death-Metal-Untergrund. Nach der EP „Endless Pilgrimage“ wurde es jedoch für einige Jahre still um die Briten. Mit „Abyss Of Wrathful Deities“ wollen sie an alte Erfolge anknüpfen und begeben sich dazu auf eine Reise durch menschliche Abgründe und morbide Mysterien.

Es ist keine Neuheit, dass GRAVE MIASMA ganz danach streben, ihrer Genre-Bezeichnung gerecht zu werden. Ihr Death Metal ist keine bloße Blutschau oder Gewaltexzess. Inspiriert vom esoterischen tibetischen Buddhismus wird in der Leichenbetrachtung Erkenntnis gesucht. Der Verwesungsgeruch ist dabei lediglich eine ästhetische Begleiterscheinung, aber nicht der Zweck der Handlung.

„Abyss Of Wrathfull Deities“ führt an finstere Orte

Die „Abyss Of Wrathful Deities“ ist die Gesamtheit der finsteren Orte, an die GRAVE MIASMA musikalisch reisen. Totenriten stehen im Vordergrund, die uns an unser unweigerliches Schicksal erinnern. Meistens werden sie abstrakt aufgearbeitet, „Rogyapa“ bezieht sich allerdings explizit auf die tibetische Luftbestattung, bei welcher der Leichnam den hungrigen Bergvögeln überlassen wird, während die Angehörigen dabei zusehen.

Die Musik passt voll und ganz zu diesen Themen. GRAVE MIASMA sind finster und atmosphärisch wie eh und je. Wer auf Death Metal steht, der klingt, als würde er aus einer Grabkammer kommen, dürfte mit „Abyss Of Wrathful Deities“ voll und ganz zufrieden sein. Insgesamt ist der Sound jedoch etwas zu dumpf geraten, um seine ganze Wirkung zu entfalten.

Die Musik GRAVE MIASMA bleibt atmosphärisch stark

Dabei haut das Trio einige verdammt hörenswerte Ideen raus. Die Songs sind komplex, ohne sich in Gefrickel zu verlieren und können durch unkonventionelle Strukturen unterhalten. Stellenweise beschleicht den Zuhörer jedoch das Gefühl, dass die Briten sich nicht ganz entscheiden können, ob sie hypnotisieren oder aufwühlen wollen. Stampfende Epen wie „Under The Megalith“, die sich für eine Marschrichtung entscheiden, zünden deswegen besser als es vertrackte Rundumschläge wie „Demons Of The Sand“ tun.

Wer sich jedoch nicht scheut, sich in Gedanken dem Tod zu nähern, findet in „Abyss Of Wrathful Deities“ anregende Lyrik und eine passende musikalische Untermalung. In puncto Atmosphäre lassen GRAVE MIASMA keine Kritik zu und bleiben auch im 15. Jahr ihres Bestehens eine verlässliche Instanz.

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12.05.2021

Der metal.de Serviervorschlag

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