Hellsword - Cold is the Grave

Review

HELLSWORD aus Slowenien machen Musik für all jene, die in einer angeheiterten Vollmondnacht den Satan mit den Worten „Ich bin bereit, Daddy!“ beschwören. „Cold is the Grave“ rumpelt auf den Fußstapfen von VENOM über nächtliche Friedhöfe und macht entsprechend viel Laune, auch wenn die Band manchmal ins Straucheln gerät.

Wer einen kennt, kennt sie alle – oder?

Ja, was soll man auch groß schreiben? Alben wie „Cold is the Grave“ finden sich seit Jahrzehnten regelmäßig in staubigen Grüften und versifften Kneipen. Wenn man MIDNIGHT, BEWITCHER und BÜTCHER als Referenzen nennt, weiß der geneigte Kuttenträger wahrscheinlich schon, was HELLSWORD so in ihrem Hobbykeller machen.

Aber das ist vielleicht auch schon der Unterschied zwischen den Slowenen und anderen Ketten-und-Leder-Kultisten: HELLSWORD können als unetablierte Krawallheimer machen, was sie wollen und müssen nicht die Erwartungen normal denkender Menschen erfüllen. „Cold is the Grave“ ist nicht sauber produziert, vor allem bei der Schlagzeuglautstärke hat der Mix es etwas zu gut gemeint. Die Uffta-Beats sind manchmal ermüdend und die meisten Riffs sind so stumpf wie ein altes Ritualmesser.

HELLSWORD sind nicht nur Lückenfüller

Aber gerade das hat Charme. Außerdem wissen HELLSWORD, wie sie in diesem Subgenre einen Song zu schreiben haben, der mit simplen Griffen die Bierkrüge kreisen lässt. Unterm Strich wäre ein bisschen Feinschliff aber nicht verkehrt gewesen; auch ein bis drei Songs hätte man streichen oder zusammenkürzen können. Zu gleichförmig ist die Musik, um über die gesamte Spielzeit zu fesseln.

„Cold is the Grave“ ist ein solides Album geworden, das dermaßen rockt und rumpelt, dass man direkt Lust bekommt, sich vom Gehörnten selbst einen Kanister Whisky-Cola durch die Bierbong in den Rachen schütten zu lassen. Auch wenn es in dem Bereich besseres gibt, kann man HELLSWORD ohne Bedenken einwerfen, wenn bei einer wichtigen Beschwörung mal wieder die alte HERETIC-Platte springt. In dem Sinne: Ave, Daddy.

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05.11.2021

Der metal.de Serviervorschlag

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