Hollywood Undead - New Empire, Vol. 2

Review

Galerie mit 26 Bildern: Hollywood Undead - Europatour 2020 in Offenbach am Main

Irgendwann vor einem guten Jahr muss jemand auf die Idee gekommen sein, dass HOLLYWOOD UNDEAD ein Doppelalbum veröffentlichen sollten. Warum auch nicht? Wenn genügend Material da ist und nicht alles auf eine CD passt, können doch gerne zwei Silberlinge gepresst werden. Moment aber mal. Da liegen ja zehn Monate zwischen den Veröffentlichungsterminen. Und von der Spielzeit her hätte auch alles auf einem Album Platz gehabt.

Wenn der Inhalt dann wenigstens qualitativ stimmen würde, könnte der Gedanke dahinter nachvollzogen werden, dass „New Empire, Vol. 1“ und „New Empire, Vol. 2“ getrennt erscheinen. Der erste Teil, der im Februar erschien, war schließlich nicht so schlecht und hatte mit „Already Dead“ und „Heart of a Champion“ zwei ganz cool Nu-Metal-Hits am Start.

New Empire, Vol. 2 – brauchte es zwei Teile?

Moment noch einmal. „Heart of a Champion“ ist auf der „New Empire, Vol. 2“ erneut drauf? Okay, dieses Mal sind noch Jacoby Shaddix von PAPA ROACH und Spencer Charnas von ICE NINE KILLS drauf. Aber ist das nicht im wesentlichen der gleiche Song, mal abgesehen von einer platten Rap-Einlage des Zweitgenannten?

Insgesamt tummeln sich auf der Vol. 2 noch mehr Gaststars als auf der Vol. 1. An dem Song „Idol“ dürfen sich gleich drei Jungs versuchen. Erst einmal TECH N9NE, in den Bonus Tracks noch Sushi von GHØSTKID und KURT92. Dabei sind HOLLYWOOD UNDEAD dann am besten, wenn sie mal nicht ihren Gästen das Gerüst stellen. Die Singles „Coming Home“ und „Gonna Be Okay“ sind taugliche Nu-Metal-Nummern zwischen Weltschmerz und dicken Eiern. „Monsters“ mit KILLSTATION hingegen prätentiöser Indie Rap.

Gefühlt eine B-Seiten-Sammlung

In der Rezension zu „New Empire, Vol. 1“ hatten wir bereits festgehalten, dass die Band erfreulicherweise etwas härter und selbstbewusster aus den Boxen wummert. Mit Vol. 2 ist das aber wieder Geschichte. Es drängt sich der Eindruck auf, dass hier das, was noch an Ideen übrig war, irgendwie albumreif gezimmert wurde, um ein Doppel-Release hinzubekommen. Vereinzelt kommen dabei gute Songs rum, aber unterm Strich ist „New Empire, Vol. 2“ leider keine konsequente Fortsetzung des Vorgängers, sondern höchstens für Fans und Sammler ein Must-have.

02.12.2020

Der metal.de Serviervorschlag

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