Ill-Sanity - From Down Below

Review

Dass Death Metal wieder stark im Kommen ist merkt man nicht nur an der Flut an entsprechenden Veröffentlichungen und Umfragen in einschlägigen Magazinen. Auch bestehende Bands haben die Zeichen der Zeit erkannt und schreiben sich zwecks musikalischer Neuorientierung neue Werte auf die Fahnen. So gehört bei den Kölnern Ill-Sanity, die mit ihrem ersten Full Lenght Album „From Down Below“ dem abflauenden Black Metal den Rücken kehren und sich jetzt in todesmelodische Klangwelten begeben. Glücklicherweise durchstreifen sie diese nicht als einer der zahl- und gesichtslosen In Flames Klone, sondern ziehen, wie man so schön abgedroschen sagt, ihr eigenes Ding durch. „From Down Below“ setzt eher auf langsameren und etwas entschärften, ja sogar leicht galoppierenden Death. Was daran liegen mag, dass in den Riffs und Arrangements eine deftige Portion dreckiger Thrash Metal enthalten ist, der sich sägend und stechend durch das Trommelfell fräst. Zudem sind leichte powermetallische Anflüge zu vernehmen, die sich jedoch nur auf bereits beschriebenen Galopp konzentrieren und die Finger schön von der Shouterkehle lassen. Die tut sich durch eine sehr eigene Performance hervor, die erfreulicherweise einer Art krächzendem Singen näher ist, als dem weit verbreiteten und oftmals aggressiv-stumpfen „Alles-muss-raus“-Gekotze. Weniger erfreulich ist die, wenn auch für eine Eigenproduktion durchaus ordentliche, Aufnahmequalität, die den Drums und vor allem den Leadsoli einen unnötigen Maulkorb verpasst. Schwerer wiegt aber der Griff ins Klo namens „Those From The Unlight“, eine furchtbar bemüht klingende und daher von vornherein zum Scheitern verurteilte Reminiszenz an klassische Power Balladen, auch wenn sie zum Ende hin erträglicher wird. Bei einer Länge von acht Songs auf der Verkausfversion, die hier vorliegenden Bonustracks werden nicht enthalten sein, sollte so etwas nicht passieren. Als Ohrenpflaster gibt es in der Erstauflage die 2002er Maxi „Winterdeath“, das dürfte über die verlorenen knapp fünf Minuten hinweghelfen. Und die Skip Taste ist ja auch noch da.

03.01.2005

Der metal.de Serviervorschlag

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