Illnath - Cast Into Fields Of Evil Pleasure

Review

Am ehesten ließe sich die stilistische Einordnung ILLNATHs im Dark Metal finden. Denn ILLNATH verbinden gekonnt Melodic Black mit Melodic Death und Symphonic Metal, ohne dass dem Hörer harte, unstimmige Übergänge auffallen.

Die professionellen Screams, welche fies bis zynisch klingen, harmonieren mit exzellenten dämonischen Growls, die den Songs eine ungeschliffene raue Härte verleihen.
So entsteht eine einzigartige Atmosphäre, die massiv durch Keyboardmelodien unterstützt wird. Und diese sind es, die ILLNATH insbesondere auszeichnen. Freunde von Blast Beats und brutalen Gitarrenriffs werden mit Illnath wenig Freude haben. Dafür bieten die Dänen allen Anhängern symphonischen Metals der härteren Gangart das perfekte Programm. Die epischen Melodien animieren zum Träumen, während der stets alternierende Gesang zum Mitkreischen und Grunzen aufruft. Um die Stimmung zu perfektionieren verwenden ILLNATH gelegentlich Zierelemente wie weibliche engelhafte Vocals.

ILLNATH zeigen sich durchgehend poetisch und künstlerisch, wie die gedichtähnlichen Lyrics und die vielfältigen Songstrukturen belegen. Dennoch gehen die Songs direkt ins Ohr und bleiben selbst nach etlichen Durchläufen im CD-Player motivierend. Qualitativ wirkt die Scheibe wie aus einem Guss. Es befinden sich keine schwachen Songs auf dem Album, stattdessen zeigt sich jeder einzelne Song innovativ und stark.
Der Opener „Zetite“ bildet den härtesten und schnellsten Track der Platte, welcher direkt ankündigt, dass ILLNATH keinen kitschigen Gothic Metal fabrizieren. Giftige Gitarrenriffs wechseln und harmonieren mit ekstatischen Keyboardeinlagen. Vocaltechnisch bereits auf höchstem Niveau, wird dieses auch in den folgenden Songs gehalten.
Der Titeltrack überrascht erfrischend mit female vocals und gesprochenen Passagen, während das Keyboard jeden Song in ein episches Bollwerk verwandelt.

Die Tracks überzeugen durch intelligenten Spannungsaufbau. Von einer Sekunde zur nächsten wechseln symphonisch himmlische Parts zu dunklen Riffs, Screams zu Growls, Verspieltheit zur Heaviness. Dabei verschmelzen die Elemente so reibungslos miteinander wie nie zuvor, welches jeden Song und schlussendlich das gesamte Album zu einem Meisterwerk macht.

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30.04.2007

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3 Kommentare zu Illnath - Cast Into Fields Of Evil Pleasure

  1. hamsterkampfmaschine sagt:

    sehr feine scheibe,die vom gesang her leicht an cradle erinnert.dennoch gute songs

    8/10
  2. sickman sagt:

    Genauso langweilig wie das Nachfolgealbum. 1000x gehörte Ideen und Kombinationen. Keine Ahnung wo ILLNATH eigenständig sind. In ihrer Musik jedenfalls nicht. Schnulli-Metal ist das, für Leute, die sich gerne die Augen mit Kajal schwarz pinseln.

    5/10
  3. Sylverblack sagt:

    10 Punkte (also die Höchstwertung) sind völlig übertrieben. Dem Inhalt des Reviews kann ich auch nicht zustimmen, mit Ausnahme des ersten Absatzes, an dem es nichts zu rütteln gibt. Atmosphärisch sind Illnath eher nicht, ebensowenig empfinde ich alle Songs als stark. Der Opener ‚Zetite‘ haut dabei noch mit am besten rein, denn hier geht es tempotechnisch gut ab, die Keys spielen sich nicht so dominant in den Vordergrund, und Riffs und Melodien stimmen (ebenso wie die immer wieder eingestreuten Dani Filth-High-Pitched-Screams). Nach dem durchschnittlichen ‚Behind The Mirrors‘ packen Illnath dann aber doch mal qualitativ den ganz großen Hammer aus. Der Titeltrack überzeugt durch fantastische Melodien, abwechslungsreiches Songwriting und den herausragenden Gänsehaut-Gesang der Gastsängern Lena – top! Umso dramatischer fällt das Niveau mit dem folgenden ‚Temporary Borders‘ (trotz erneutem Damengesang) und allen darauf folgenden Tracks ab, nur damit man am Ende mit ‚By The Hands Of Violent Winter‘ und ‚Frozen Constellations‘ doch wieder Überdurchschnittliches abliefert. Sei’s drum, qualitativ wird einfach die Waage nicht konstant genug gehalten und die langweiligen Songs überwiegen quantitativ. Dazu kommt, dass Illnath defentiv nichts für Leute, die so innovationsgeil wie Sickman sind (ist nicht böse gemeint), denn Illnath schustern sich aus Children Of Bodom, Catamenia und Eternal Tears Of Sorrow das Beste zusammen und so klingt dann eben das Ergebnis – nur nicht ganz so gut. Insgesamt macht das ganz knappe 7 Punkte, die nur durch den superben Titeltrack gerettet werden.

    7/10