Impure - Hemicorporectomy

Review

Vocals, die klingen, wie die Sterbegeräusche eines verreckenden Staubsaugers, Gitarren, die scheinbar mutterseelenallein in einem Raum nebenan vor sich her spielen. Hier mal ein Riff und immer mal wieder ein kurzer Lauf, dazu ein paar Quietscher und Fiepser. Ein Bass, der irgendwas Unverständliches in die Songs reinbrummt und zu guter Letzt ein Schlagzeug (ist es eins, oder doch eher eine zertretene Konservenbüchse, die zum Fußballspielen benutzt wird?), das sich klinisch durch die Botanik blastet und nicht nur sämtliches Unkraut verätzt, sondern nicht einmal zulässt, das Gras wachsen kann. Keine Ahnung, wer so etwas gut findet, vermutlich nur unverbesserliche Brutal-Death-Metal-Nasen, die ohnehin nichts in ihren Player lassen, was nicht mindestens Schallgeschwindigkeit erreicht und offenbar in der örtlichen Kanalisation eingespielt wurde. Textlich regiert natürlich die typische Schiene. Songtitel wie „Priapism“, „Fleshfetish“ oder „Bile“ sprechen dabei Bände…

IMPURE aus Spanien schreiben kompositorischen und musikalischen Anspruch sehr klein. Außer ein paar wenigen netten Riffs ist auf „Hemicorporectomy“ auch nicht allzu viel zu holen, es sei denn, man mag eben stumpfes Gekloppe. Ich glaube, ich habe schon lange nicht mehr so eine eintönige Gülle gehört. Das Brutal Death Metal nicht gerade eine Spielwiese für Virtuosität und tolle Arrangements ist, dürfte jedem klar sein, aber ein Mindestmaß an Überzeugungskraft sollte schon vorhanden sein. „Hemicorporectomy“ überzeugt mich eigentlich nur darin, dass ich mir diese vier kompletten Durchläufe hätte sparen können.
Dieses Album wirkt auf mich weder brutal, noch auf irgendeine andere Weise ansprechend. IMPURE klingen einfach nur fürchterlich langweilig und musikalisch unglaublich lächerlich. Achtmal derselbe Song, nur dass die einzelnen Parts unterschiedlich zusammengesetzt wurden. Braucht eigentlich niemand.

28.03.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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