Isacaarum - Whorecraft

Review

Die Tschechen von ISACAARUM gehören bereits seit 20 Jahren zur festen europäischen Szenegröße, wenn es um die Verwendung überdeutlicher Lyrics in die streckenweise schon abstoßende Porno-Richtung geht. Sicherlich nimmt das thematisch niemand ernst, die irren Osteuropäer sich selbst vermutlich am Wenigsten, dennoch ist eine Anhäufung von Tracks wie “Spermafrost“ oder “Cum Together“ nur noch bedingt lustig und nimmt durchaus ein wenig das Vertrauen, man könne es hier tatsächlich mit guter Musik zu haben. Dafür mag allerdings am ehesten die Erfahrung sprechen, aus der entsprechende Truppen oftmals den misslichen Versuch starteten, spielerische Defizite durch textliche Extremität zu kaschieren. Auffallen um jeden Preis.

So gerne das der eine oder andere – vielleicht sogar ich selbst – auch ISACAARUM anhängen würde, so wenig ist es an dieser Stelle möglich, denn ebenso seit Jahren steht der Vierer für musikalische Qualität, auch fernab von den plakativen Schweinkram-Texten. In der Tat gelingt es “Whorecraft“ abermals durch eine ausgewogene Mixtur aus ein wenig Grindcore, Death Metal und einer nicht ganz unwesentlichen Pipette Black Metal eine ganz eigene Note anzuführen, die im Wesentlichen einfach Spaß macht. Um Grundsatz kann man sich den Output der Jungs in etwa vorstellen, wie BENIGHTED mit etwas abgespeckten Death/Grind-Anteilen, schließlich setzen die Tschechen verstärkt auf Groove, Eingängigkeit und brennbare Hooklines.

Das klappt direkt zu Beginn ganz gut, denn bereits “Felch Me“ präsentiert sich als kurzweiliger Abgeher mit hörbaren Punk-Wurzeln. In der Folge entwickelt sich “Whorecraft“ natürlich merklich metallischer, auch wenn ISACAARUM offenbar immer darauf achten, möglichst gut ins Ohr zu gehen. Trotz verschiedenster Stilarten, mehrstimmigem Gesang und einer ordentlichen Portion Wahnsinn bleibt die Band dennoch meist so transparent, dass es für den Hörer nicht allzu schwer ist, dem musikalischen Treiben zu folgen. Erst gegen Ende scheinen etwas die Ideen auszugehen, so wirken gerade die abschließenden Tracks “Twat Machine Gun“ und “Cum Together“ nicht unbedingt besonders ausgereift, sondern eher wie ein (nicht doppeldeutig gemeinter) Schnellschuss.

05.02.2014

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1 Kommentar zu Isacaarum - Whorecraft

  1. Luiggi sagt:

    Best Bänd off se Wörlt !!!