Liquid Graveyard - The Fifth Time I Died

Review

Diesen Promohinweis zu LIQUID GRAVEYARDs neuer Scheibe muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: „Ex-CANCER Man’s Female-Fronted ‚Hybrid Metal‘ Band release new album“.

Das freut den Promoter, weil er seine Schützlinge so in jeder Sparte unterbringen kann, verwirrt den Hörer und ärgert den Rezensenten, weil er sich wieder einmal an einer dieser (vermutlich) konturlosen Bands die Zähne ausbeißen darf.

Worum es in diesem Fall nun geht, ist „The Fifth Time I Died“, das zweite Werk der mittlerweile in Spanien ansässigen Band um John Walker, dem einstigen Gitarristen und Sänger der britischen Death Metaller CANCER.

Von der Lehre des reinen Death Metals hat sich Walker, der hier als Strippenzieher ausgemacht werden kann, im Laufe der Zeit aber weitestgehend abgewandt und frönt mit LIQUID GRAVEYARD nun dem, was er unter avantgardistischem Progressive Metal versteht. Die Wortwahl, in Verbindung mit dem zu Anfang genannten Promohinweis deutet es aber schon an: Die hohen Ziele, die diese Band offenbar verfolgt (nämlich eine spannende und hochwertige Kombination aus Death/Dark Metal, Alternative und Progressive Rock zu erschaffen), können sie mit „The Fifth Time I Died“ nur bedingt verwirklichen.

So kommt die Band ihrer Vision mit dem düster atmosphärischen, schwarzmetallisch angehauchten Opener „I Colossus“ wahrscheinlich noch am nächsten, doch schon beim darauf folgenden „Violent Skies“ keimen die ersten leisen Zweifel. Zum einen packt Sängerin Raquel Walker (Familienfest?) ihre reibeisenbearbeitete Black-Metal-Stimme ein und wirft dafür den Elsen-Sopran an, was die ganzen Sache dann zwar in kommerziell verwertbarere, aber dafür auch eher seichte Gefilde manövriert, und zum anderen wird erkennbar, dass LIQUID GRAVEYARD auf dem Papier zwar eine Death-, Black-, Progressive-, Alternative-, Hyper-Metal-Band mit vielen Facetten sein mögen, sich innerhalb der Songs aber kaum etwas tut, was leider schnell zu Langeweile führt.

Und so klingt dann auch der Rest des Albums wie eine spannungsbogenarme Mixtur aus OPETH, ANATHEMA, THERION und MOONSPELL, die zwar technisch einwandfrei vorgetragen wird, dafür aber ohne große Momente und besonders gelungene Songwritingideen auskommen muss.

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05.04.2011

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